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Königshof: Noch keine Unterschrift

Königshof: Noch keine Unterschrift

Seit einem Jahr hat hier niemand mehr eine Kelle in der Hand gehabt, dabei sollte der Königshof Ende Januar 2006 als "Kompetenzzentrum für fachärztliche Betreuung" an den Start gehen. Gleich neben der Praxisklinik an der Leopoldstraße. Als die potenziellen Hauptmieter, eine große Dialysepraxis und Labor-Ärzte, absprangen, konzipierte der alte Bauherr, die Königshof Dortmund-Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG unter Geschäftsführung von Rechtsanwalt Günter W. Wuttig, um. Auf der Wunschliste steht seither ein Pflegehotel mit 93 Betten für früh entlassene Krankenhauspatienten.

Anfang des Jahres musste der Bauherr Insolvenz anmelden. Das Objekt zwischen Praxisklinik und CineStar hatte sich nicht unerheblich verteuert auf über 25 Millionen Euro. Seit dem Sommer verhandeln Konkursverwalter und die betroffene Hausbank mit einer Schweizer Investmentgruppe, aber noch immer sind die Verträge nicht unterschriftsreif. Architekt Manfred Andexer (Foto) hält ein Schreiben vom Sozialamt in den Händen, nach dem die Umwidmung zu einer vollstationären Pflegeinrichtung wohl kein Problem sei. Es fehlen noch Abstimmungen mit der Feuerwehr und dem Bauordnungsamt. Andexer optimistisch: "Dieses Jahr werden die Verträge unterschrieben."

Das dürfte dann Dr. Louis Biesbrouck von der Maklergesellschaft Realtron Europe nahe Amsterdam mit gemischten Gefühlen sehen. Er war ursprünglich mit der Vermarktung des Königshofs beauftragt worden und fand nach eigener Aussage auch holländische Investoren, die bereits 2,9 Millionen Euro angezahlt hätten. Der Bauherr habe aber von vier auf fünf Etagen aufgestockt, was seine Investoren nicht mittragen wollten. Zwei Jahre habe die gerichtliche Auseinandersetzung gedauert. Am Ende kam die Insolvenz der Entwicklungsgesellschaft dazwischen. bö

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