Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Kommen, sehen, staunen im Künstlerhaus

DORTMUND „Perplex“ – so sähe Kurator Willi Otremba vom Künstlerhaus die Besucher der gleichnamigen Ausstellung gerne. Mit wenig materiellem Aufwand erzeugen die gezeigten Arbeiten von 19 zumeist recht jungen Künstlern große Wirkung. „Ich hoffe, dass die Leute staunen“, sagt Otremba.

Kommen, sehen, staunen im Künstlerhaus

abek Saed entzieht Besuchern den sicheren Boden: Er setzt sie auf eine Schaukel. Über Kopfhörer ertönen Kinderstimmen, die eine Gschichte erzählen.

Staunen machen etwa die Ölbilder von Joachim Grommek. Sie wirken, als habe der Berliner farbige Klebestreifen flächig auf Spanplatten geklebt. Die Illusion ist perfekt – tatsächlich aber sind die vermeintlichen Tesastreifen gemalt. Den zweiten Blick braucht man auch für Heike Lessels scheinbar monochrome Bilder. Wer sich in ihre Farbflächen vertieft, nimmt plötzlich ovale Formen darin wahr, die jedoch verschwinden, je näher man kommt.

Licht- und Schatten-Experimente mit einer zerlegten Lampe zeigt die Münsteranerin Martina Muck: Effektvoll wirft eine von außen angestrahlte und zusätzlich selbst leuchtende Birne ihren Schatten an die Wand; ein paar Meter weiter wird ein lampenloser Lampenschirm angeleuchtet. Lichte Effekt, dessen Mechanismen völlig offen gelegt, fast mutwillig entzaubert werden.

Ganz im Gegenteil zur witzigen Installation von Mathias Funk und Ansgar Silies, die unter dem Namen „bassfrucht“ antreten. Ihr mit Geschirr gefülltes Schränkchen klappert und scheppert, als donnere gerade ein LKW daran vorbei. Das Geheimnis sind vier im Schrank versenkte Körperschall-Wandler, die Geräusch-Impulse in Vibration übersetzen.    

Marcel Bleeck aus Recklinghausen zeigt einen Film, ein statisches Experiment: Wie viele Stühle kann man mit Hilfe von Kabelbindern auf einem einzigen Stuhl stapeln, ohne dass der Turm zusammen kracht? Ähnlich geht der Belgier Ruben Kindermans vor, der – wie in einem Film zu sehen – mehrere Gummireifen mannhoch übereinander stapelt, auf eine Leiter steigt und hineinspringt – der Künstler verschwindet in seinem Schaffen.

Eröffnung der Gruppenschau „perplex – expansive Komplexität“ am 23.11., 20 Uhr, Sunderweg 1. Ab 22.30 Uhr gibt der belgische Künstler Ruben Kindermans ein Konzert.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Baustelle an der Wittbräucker Straße

Gründe für die Staus rund um die Wittbräucker Straße

Höchsten Wer an der Wittbräucker Straße wohnt oder sie regelmäßig als Pendler benutzt, ist ohnehin schon leidgeprüft. Jetzt strapaziert eine weitere Baustelle die Geduld vieler Autofahrer im Dortmunder Süden.mehr...

Illegal abgestellter Müll nah einer AWO-Werkstatt

Gehörlose Frau stolpert über Sperrmüll und verletzt sich schwer

Lindenhorst Nahe der AWO-Werkstatt in Lindehorst ist der Bürgersteig oft mit Abfall übersät. Viele Menschen mit Behinderung kommen dort regelmäßig vorbei. Im März ist eine gehörlose Frau gestolpert und hat sich das Handgelenk gebrochen. Die illegale Müllablage zu beseitigen scheint nicht ganz einfach.mehr...

Prozess gegen 19-jährigen mutmaßlichen Messerstecher

Er soll im Streit auf seine Eltern eingestochen haben

Dortmund Ein Messerdrama am Körner Hellweg beschäftigt seit Donnerstag (19.4.) zum zweiten Mal das Dortmunder Landgericht. Ein erster Prozess gegen den 19 Jahre alten Angeklagten hatte im Mai 2017 abgebrochen werden müssen, weil eine Schöffin langfristig erkrankt war.mehr...

Amazon schiebt Bezahlung von Handwerkern auf

Seit Monaten warten Amazon-Auftragnehmer auf Bezahlung

Dortmund Seit Donnerstag ist das europaweit größte Verteilzentrum von Amazon in Dortmund offiziell eröffnet. Rund 1600 Arbeitsplätze schafft das Zentrum und auch viele Dortmunder Handwerker bauten daran mit. Doch die warten immer noch auf ihre Bezahlung.mehr...

rnLegenden des Dortmunder Nachtlebens

Das Orpheum: Wo Prince um ein Kettenhemd feilschte

Dortmund Das Orpheum war in den 80er-und 90er-Jahren eine der aufregendsten Diskos Dortmunds. In dem umgebauten Kino tranken Punks Wein zu Reggae-Klängen und feierten Gruftis neben Ärzten. Superstar Prince mietete einmal sogar den ganzen Laden – und machte einem Barmann ein verlockendes Angebot.mehr...

Die Geschichte des Kreuzviertels

Von der Beamtenvorstadt zum Szeneviertel

Kreuzviertel Es war nicht immer das beliebte In-Viertel, als das es heute von vielen wahrgenommen wird. Über lange Strecken seiner Geschichte hatte das heutige Kreuzviertel noch nicht mal einen Namen. Wie wurde aus dem Viertel das, was es heute ist?mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden