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Konzerthaus-Motor Kramer geehrt

Fünf turbulente Jahre hat der Chor des Musikvereins nach dem Tod seines 1. Vorsitzenden Dr. Gerhard Kramer am 2. August 2002 hinter sich. Jetzt ist die große Schuldenlast von einst rund 125 000 Euro fast abgetragen, und der Chor ist auch musikalisch wieder sehr gut aufgestellt.

Am Samstagabend übergab Ursula Kramer, Witwe des Musikmäzens, der auch ein Konzerthaus-Motor war, in der Philharmonie den 1. Dr.-Gerhard-Kramer-Förderpreis an drei junge Sänger. Der mit je 500 Euro und einem Auftritt im Konzerthaus dotierte Preis soll jährlich ausgelobt werden, 2008 für Streicher.

Die Jury mit Chorleiter und Opernchorchef Granville Walker, Prof. Willi Gundlach, dem ehemaligen Musikvereinschef Heinz Panzer und Korrepetitor Michael Hönes hat drei würdige Studierende der Musikhochschulen Essen und Detmold ausgewählt. Meike Albers präsentierte sich im Duett aus Mendelssohns "Lobgesang" und in ihren Soli aus Werken englischer Romantik mit einem großen, weich fließenden Sopran, der viel Entwicklungspotenzial zu einer tragenden Opernstimme hat. Den zarteren Sopran, eine sehr schöne, feine Mozart- und Soubrettenstimme, hat Eva-Maria Falk. Besonders in der Arie aus Mendelssohns "Paulus" hörte man das.

Andreas Wolfs Bariton ist lyrisch, eine gute Lied- und Oratorienstimme. Im "Angelis Suis" von Rheinberger konnte er sich nicht immer so mühelos über den Chorklang hinwegsetzen wie später in den britischen Werken.

Zu viel Klangkultur hat Walker den Chor gebracht; den romantischen Tonfall der Werke traf der Chor wunderbar und füllte den Raum mit kraftvollem Klang. Walker begleitete an der Orgel und war ein geschickter Registrant, der die Schwelltüren des Instruments klug nutzte und die besonderen Register in Werken von Karg-Elert und Parry wirkungsvoll zum Klingen brachte.

Der Musikverein zeichnet bei seinem nächsten Konzert eine Dortmunder Persönlichkeit aus, die sich um das Kulturleben in der Stadt genauso verdient gemacht hat wie Dr. Gerhard Kramer. JG

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