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Küche droht kalt zu bleiben

Die 39 Beschäftigten in der Kantine des Versicherungskonzerns Signal Iduna sollen weniger Geld verdienen. Von bis zu 30 % ist die Rede. "Allein bei den Entgeltzahlungen bedeutet dies eine Verringerung von 150 000 im Jahr", so Manfred Sträter von der Gewerkschaft NGG. Hintergrund ist ein Betreiberwechsel. Der neue Chef habe in einer Versammlung angekündigt, "die Mitarbeiter zu übernehmen und die Personalkosten gering zu senken".

Zwischenzeitlich habe sich aber herausgestellt, dass die Mitarbeiter auf sehr viel Geld verzichten sollen - bis zu 580 im Monat. Einschnitte drohen auch beim Urlaubsgeld, den Urlaubstagen, der betrieblichen Altersvorsorge usw. Der Chef des neuen Unternehmens sieht sich ebenfalls als Opfer. Angeblich sei "aufgrund der Verträge mit Signal Iduna eine andere Vorgehensweise nicht möglich".

Beim Versicherungskonzern indes will man sich den "schwarzen Peter" nicht zuschieben lassen. So habe man die Bewirtschaftung der Kantine neu ausgeschrieben. Und unter fünf Wettbewerbern habe "Lohnmeier & Deimel unter den Gesichtspunkten Qualität und Preis am besten abgeschnitten und den Auftrag erhalten".

Bei den "Beschäftigungs-Konditionen" handele es sich um "interne Angelegenheiten". Da wolle man sich nicht einmischen, teilt Signal Induna mit. "Unseres Wissens folgt die Firma den tarifvertraglichen Bestimmungen, die für diesen Bereich gelten." Da die Kantinen-Mitarbeiter gestern eine Versammlung einberiefen, besorgte sich ihr Chef Ersatz. Die NGG hat sich daraufhin wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit und Beschäftigung an das Hauptzollamt gewandt. Am Samstag nun soll noch einmal verhandelt werden. ar

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