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Kunstwerk an der Bundesstraße 54

Kunst an der Gabionenwand sorgt für Diskussionen

Dortmund. Ein riesiges Kunstwerk empfängt die Autofahrer an der Bundesstraße 54. Es prangt an der Gabionenwand und einer Rad- und Fußwege-Brücke in Höhe des Botanischen Gartens Rombergpark. Aber das frisch fertig gestellte Werk sorgt für heftige Diskussionen.

Kunst an der Gabionenwand  sorgt für Diskussionen

Die Nordseite der Gabionenwand zeigt Naturmotive. Foto: Dieter Menne

Es ist vollbracht. Die Gabionenwand an der B54 in Höhe des Botanischen Gartens Rombergpark prangt in frischen Farben – diesmal nicht unerlaubt bemalt von Graffiti-Sprayern, sondern ganz offiziell gestaltet von Künstlern im Auftrag der Stadt. An diesem Mittwoch werden die Gerüste abgebaut.

Mit dem Auftrag für ein flächendeckendes Kunstwerk an der künstlich geschaffenen Steinwand über dem Bachtal der Schondelle und der Rad- und Fußwege-Brücke über die B54 will die Stadt einen Schlussstrich unter die lange Diskussion um unerwünschte Graffiti ziehen. Immer wieder war die Gabionenwand vor allem mit Schriftzügen besprüht worden – was nicht nur in der Politik für Ärger sorgte.

Bunte Szenen aus der Natur

Abhilfe schaffen soll jetzt eine mehrstufige Gegenmaßnahme. Gleich mehrere Künstler wurden nach einem ausgeschriebenen Wettbewerb mit der Gestaltung eines großformatigen Bildes beauftragt. Es zeigt Szenen aus der Natur mit Tieren und Pflanzen, aber auch Street-- und Pop-Art-Elemente. Und mit dem Ergebnis ist Almut Rybarsch-Tarry, die die künstlerische Gesamtleitung für das Projekt hatte, „total zufrieden“. „Es ist genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt habe. Alle haben exakt nach den Entwürfen gearbeitet – trotz des schwierigen Untergrunds auf der Gabionenwand“, sagte Rybarsch-Tarry.

Kunst an der Gabionenwand  sorgt für Diskussionen

Sehr bunt mit Pop-Art-Elementen wurde die Südseite der Gabionenwand gestaltet. Foto: Dieter Menne

Die Hoffnung ist, dass die Wandgestaltung jetzt von illegal aktiven Graffiti-Sprayern respektiert wird. Aber es sind auch weitere Schutzmaßnahmen vorgesehen: Ein zwei Meter hoher Zaun mit Übersteigschutz und abschließbaren Toren wurde rund um die Gabionenwand aufgebaut, dazu kommt eine dichte Bepflanzung mit dornigen Brombeersträuchern. Und entlang der B54 wurden gut 100 Stieleichen gesetzt.

Lob und Kritik zur Gestaltung der Gabionenwand

Auf einhellige Begeisterung stößt das Vorgehen nicht. Die Fraktion Linke&Piraten im Rat hatte bereits Kritik vor allem an den Kosten von mehr als 100.000 Euro geübt. Und am Kunstwerk scheiden sich ebenfalls die Geister. Almut Rybarsch-Tarry hat selbst schon die unterschiedlichsten Reaktionen gehört, von Beschwerden über zu viel oder zu wenig Farbe bis zu Lob und Dank für die Künstler.

Die Künstlerin aus der Nordstadt nimmt es gelassen. „Es ist auf jeden Fall für alle die über die B54 in die Stadt kommen oder herausfahren, eine sehr augenfällige Gestaltung“, stellt Almut Rybarsch-Tarry fest.

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