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Protest gegen Leerstand

Kurzer Auftritt für Besetzer auf Kronen-Gelände

DORTMUND Aus der geplanten kulturellen Aktionswoche wurde nur ein kurzer Aufritt. Am Freitagnachmittag wurde das Gelände der ehemaligen Kronen-Brauerei geräumt. 40 Mitglieder der "Initiative für ein Unabhängiges Zentrum" hatten das frühere Gebäude des Brauereimuseums besetzt, um hier Ateliers und Proberäume für Künstler einzurichten.

Die Polizei forderte die Besetzer auf, das Gelände zu verlassen, stellte die Personalien fest und fotografierte die Besetzer. Nach Polizeiangaben verlieft die Aktion friedlich und ohne Zwischenfälle. In einer Mitteilung der Initiative heißt es: "Wir sind uns bewusst, dass der gültige Rechtsweg Raumaneignungen dieser Art ausschließt. Innerhalb der gegebenen Spielregeln lässt sich aber schlicht nicht spielen – und auch nicht leben. Wir sehen nicht, warum der Hausfrieden zum Selbstzweck (Leerstand) geschützt wird." Die Kronen-Brauerei soll nach Ansicht der Initiative neue Heimat für das Unabhängige Zentrum (UZDO) werden. Der Raumbedarf der alternativen Kultur- und Politszene könnte somit abgedeckt werden.

Der Eigentümer der Immobilie, Hans-Georg Hovermann, sieht die Aktion zwar gelassen, wäre aber vorher gern befragt worden. "Das hätten sie tun sollen", so Hovermanns Reaktion, während die Polizei das Areal um das Gebäude abriegelte. Hovermann: "Die sprengen das Gebäude nicht, also halte ich den Ball flach. Aber wenn sie etwas kaputt machen, dann müssen sie das bezahlen." Für Veranstaltungen dieser Art sei das Objekt grundsätzlich nicht geeignet, weil Personen Abstürzen könnten. Der Protest ging auf anderer Weise weiter. Am Abend zog ein Demonstrationszug der Kultur-Initiative vom Alten Markt über die Brückstraße zum Burgtor, wo auf einer Wiese ein spontanes Konzert stattfand. Das sollte eigentlich im Kronen-Gebäude über die Bühne gehen.  

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