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Knapp an Katastrophe vorbei

LKW fuhr Kriegsbombe quer durch Dortmund

DORTMUND Was purzelt denn da vom LKW? Es ist eine Weltkriegsbombe – so ungefähr musste am Donnerstag ein Arbeiter auf dem Gelände der Westfalenhütte gedacht haben. Der Blindgänger hatte sich im Erdhaufen auf dem LKW versteckt. Und hatte eine Reise quer durch die Dortmunder Innenstadt hinter sich.

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Auf dem Gelände der Westfalenhütte wurde die Bombe vom Thier-Gelände schließlich entschärft.

Aus dieser Baugrube auf dem Thier-Gelände wurde die Bombe unbemerkt zur Westfalenhütte verfrachtet.

„Die Erde kommt von der Großbaustelle auf dem ehemaligen Thier-Gelände“, bestätigte am Donnerstagabend Jörg A. Linden, Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg. Auf der City-Baustelle wird momentan für das ECE-Einkaufszentrum tief gegraben, der Aushub auf dem Gelände der Westfalenhütte abgeladen. Linden: „In diesem Fall mit dem Blindgänger. Der hatte sich in der Erde versteckt.“ Keiner hatte bemerkt, wie ein Bagger die Fünf-Zentner-Bombe auf den Kipper schaufelte.

Der machte sich schließlich mit seiner hochexplosiven Fracht auf in den Dortmunder Stadtverkehr. Den „blinden“ Passagier an Bord. Bis der Kipper auf der Westfalenhütte ablud und ein Arbeiter die Bombe gegen 15 Uhr entdeckte. „Dann wurde sofort der Kampfmittelräumdienst alarmiert“, so Linden. Die Experten aus Hagen entschärften den Blindgänger problemlos um kurz vor Fünf. Die Bezirksregierung hat am Donnerstagabend nach Anfrage unserer Redaktion unmittelbar reagiert. „Wir haben das Ordnungsamt in Dortmund kontaktiert“, sagt Linden. Das schickt am Freitag seine Mitarbeiter auf die Baustelle, um zu höchster Vorsicht zu mahnen. Und um anzuordnen, dass die Bagger ab sofort kleinere Schaufeln benutzen sollen. Damit nichts mehr „durchschlüpfen“ kann.

Für den Bahnverkehr war der Bombenfund – knapp 400 Meter vom Haltepunkt Kirchderne und 100 Meter von den Gleisen der Strecke Dortmund-Münster entfernt – letztlich ein „ganz normaler“. Die Strecke wurde gesperrt. 13 Züge kamen insgesamt 161 Minuten später, fünf fuhren Umleitungen. Sechs Züge fuhren nicht bis zur Endstation, drei fielen gänzlich aus. 

Die Bombe wurde in der Dortmunder Innenstadt (rote Markierung) unbemerkt auf einen LKW geladen. Auf dem Gelände der Westfalenhütte (gelb) fiel sie dann vom Transporter.

Fliegerbombe auf LKW quer durch Dortmund gefahren auf einer größeren Karte anzeigen

Ist hier die Verladung der Fliegerbombe zu sehen?

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Auf dem Gelände der Westfalenhütte wurde die Bombe vom Thier-Gelände schließlich entschärft.

Aus dieser Baugrube auf dem Thier-Gelände wurde die Bombe unbemerkt zur Westfalenhütte verfrachtet.

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