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Landesregierung will Hochwasser-Geschädigten helfen

DÜSSELDORF/DORTMUND Einen Monat nach den schweren Hochwasserschäden in Dortmund können die Opfer der sintflutartigen Regenfälle jetzt auf Hilfe vom Land hoffen. Innenminister Ingo Wolf (FDP) sagte im Düsseldorfer Parlament, das Land werde unbürokratisch und schnell über Hilfen entscheiden.

Landesregierung will Hochwasser-Geschädigten helfen

Ingo Wolf.

Zunächst müsse aber ein Bericht der Stadt Dortmund ausgewertet werden. Das gesamte Ausmaß der Folgen des Starkregens sei derzeit noch nicht zu beziffern. Ein Sprecher der Stadt Dortmund sagte am Donnerstag, in dem Bericht seien noch keine Schätzung der Gesamtschäden genannt worden. Er enthalte jedoch die Zahl von 457 Betroffenen, die sich bis Mittwochabend bei drei eingerichteten Bürgerbüros gemeldet hätten. Nach eingehender Prüfung sei an einige bereits eine Soforthilfe in Höhe von 1000 Euro pro Haushalt ausgezahlt worden. Welche Forderungen die Bürger jedoch etwa bei Versicherungen geltend gemacht hätten, könne noch nicht beziffert werden. Die Bestandsaufnahme dauere an.

Die vier Landtagsfraktionen appellierten in einem gemeinsamen Antrag an die Landesregierung und an die Versicherungen, schnell zu helfen. In einigen Dortmunder Stadtteilen waren am 26. Juli teilweise bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Bereits jetzt könnten Bürger, die durch das Unwetter wirtschaftliche Nachteile erlitten hätten, Billigkeitsanträge bei den Finanzämtern stellen, erklärte Wolf. Dies könne etwa zur Herabsetzung fälliger Vorauszahlungen führen. Bei dem Unwetter waren viele Wohnungen, Betriebe, Kindergärten, Forschungseinrichtungen, Grundstücke und Hunderte von Autos innerhalb von Minuten überflutet worden. „Viele Familien stehen vor dem Ruin“, heißt es in dem Antrag von CDU, FDP, SPD und Grünen. „Manche konnten bis heute noch immer nicht zurück in ihre unbewohnbaren eigenen vier Wände.“ Rund 700.000 Euro an Soforthilfen, die von der Stadt Dortmund, der Emschergenossenschaft und durch Spenden aufgebracht wurden, reichten bei weitem nicht aus, um zu helfen, unterstrich der Dortmunder SPD-Abgeordnete Gerd Bollermann.

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