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Laster für Moldawien

Monatelang verkaufte ein 43-jähriger Mann mit einer Bande von LKW-Dieben, die in Dortmund, Bochum und Castrop-Rauxel aktiv waren, gestohlene LKW nach Moldawien. Der Schaden betrug 1,6 Millionen Euro. Gestern saß der frühere LKW-Händler auf der Anklagebank des Dortmunder Landgerichts.

Nach eigenen Angaben verdiente er bei den illegalen Geschäften 25 000 Euro - und 30 Tonnen Molkereiprodukte, die sich in einem der gestohlenen LKW befanden. Für die Fälle der gewerblichen Hehlerei, um die es gestern ging (das waren längst nicht alle) will er dagegen keinen Cent erhalten haben: "Ich wollte auch nichts bekommen, ich hatte die Schnauze voll", sagte er gestern.

Im Februar 2006 flog die Geschichte auf - sofort arbeitete der Familienvater an der Aufklärung des Falles mit: "Er hat sich erheblicher Todesgefahr ausgesetzt", betonte sein Verteidiger. Aus Angst vor Racheakten habe er sogar den Wohnort gewechselt. Und auch Staatsanwalt Joachim Range machte deutlich: "Es gab ein erhebliches Gefährdungspotenzial für den Angeklagten - ohne ihn wäre es kaum zur Verurteilung der Bandenmitglieder und hochgefährlicher Schutzgelderpresser gekommen."

Staatsanwaltschaft und Verteidigung forderten eine zweijährige Bewährungsstrafe sowie eine Geldstrafe von 5400 Euro. Dem schloss sich das Gericht an.

Ursprünglich hätte dem Mann eine Haftstrafe von vier bis fünf Jahren gedroht, so der Vorsitzende Richter Ulrich. Allerdings, so hob er hervor: "Ein Großteil des Geschehens wurde deshalb beendet, weil sie alles der Polizei gesagt haben." Und das sogar, ohne eine vorherige Vereinbarung über eine Strafminderung getroffen zu haben. if

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