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Lichterfest lockte mehr als 60.000 Besucher

DORTMUND Das Lichterfest lockte am Samstag mehr als 60.000 Besucher in den Westfalenpark. Über 100.000 Lampen, Lichter und Leuchten tauchten den gesamten Park ab Einbruch der Dunkelheit in eine geheimnisvolle Atmosphäre.

Lichterfest lockte mehr als 60.000 Besucher

Viele Hände halfen die Teelichter anzuzünden, die den Westfalenpark in anheimelndes, wohliges Licht tauchten.

Ein wenig anders hatte sich Hildegard Pawel das Lichterfest doch vorgestellt. "Ich hatte ja gedacht, dass einiges los sein wird im Westfalenpark. Aber so viele Menschen hatte ich dann doch nicht erwartet", gestand die gebürtige Iserlohner mit Blick auf die Menschenmassen, die sich gut gelaunt durch den Park schoben. Mehr als 60.000 strömten am Samstag zum Veranstaltungshöhepunkt des Sommers in den Park, schätzt Westfalenpark-Chefin Annette Kulozik, die sich trotz des Andrangs über die heitere und "gelassene" Atmosphäre freute. "Ich dachte, man setzt sich hier ganz gemütlich auf eine Bank und genießt den Anblick", staunte Hildegard Pawel immer noch über die Massen, genoss das Spektakel aber dennoch. "Schließlich bin ich erst vor drei Jahren nach Dortmund gezogen und bin jetzt zum ersten Mal dabei."

Über 100.000 Lampen, Lichter und Leuchten tauchten den gesamten Park ab Einbruch der Dunkelheit in eine geheimnisvolle Atmosphäre. Unterstützung gab es dabei sogar von ganz oben: Die laue Sommernacht und der unbewölkte Himmel sorgten für eine freie Sicht auf die Mondfinsternis. Stimmung pur.

Auf der Festwiese lagen die Decken so dicht nebeneinander wie sonst nur die Badetücher an einem Strand auf Mallorca zur Hauptferienzeit. Bands wie "Ben Wild and the Wild Band" sorgten auf der Bühne dafür, dass die Zeit bis zum großen Feuerwerk nicht zu lang wurde. Dabei nutzten sie gleich die Gelegenheit, um Geburtstagsgrüße loszuwerden. Zum Beispiel für Lisa, die 15 Jahre alt geworden ist und sich über eine Rockabilly-Version von Britney Spears' "One more Time" freuen durfte.

Höhenfeuerwerk zum Abschluss Als es schließlich richtig dunkel war, hatte vor allem der Nachwuchs seinen größten Spaß. An allen Ecken des Westfalenparks waren wilde Laser-Schwert-Duelle zu sehen, so dass sogar die "Krieg der Sterne"-Macher neidisch geworden wären. Zwar ließen irgendwann die Batterien im neuen Spielzeug nach, doch waren die meisten der jungen Recken auch schon reichlich erschöpft. Doch für das Feuerwerk, das um 23.39 Uhr begann, reichte die Kraft noch aus. Im nächsten Jahr gibt es dann die Revanche.

Zu Engpässen kam es angesichts des Besucherandrangs an den Toiletten. Viele Frauen ärgerten sich über lange Wartezeiten. "Wir haben die Kapazitäten schon bis an die Grenzen aufgestockt", betonte Annette Kulozik. Schließlich seien auch für die zusätzlichen Container Wasser- und Kanalisationsanschlüsse nötig. Doch auch diese Nöte nahmen die meisten Besucher dem schönen Tag entsprechend - sommerlich gelassen.

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