Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Loveparade: Schummel bei Besucher-Rekord

DORTMUND Ja, wer hat denn da doppelt gesehen? Nach der Loveparade in Dortmund sprachen OB Langemeyer und Veranstalter Rainer Schaller stolz von 1,6 Mio. Besuchern. Bei einem Forschungsprojekt kam jetzt heraus: Nur gut die Hälfte davon war wirklich da.

/
Knapp die Hälfte der Besucher der Loveparade in Dortmund war offenbar ermogelt.

Stolz auf 1,6 Mio: OB Langemeyer und Rainer Schaller.

Experten hatten sich mit dem „Risiko Großveranstaltung“ beschäftigt und im Zuge dessen die Besucherzahlen der Techno-Veranstaltungen in Dortmund und Essen akribisch und mit verschiedenen Parametern untersucht. Ergebnis: „Es kann von ca. 850.000 Personen ausgegangen werden, die zur LOPA 2008 im Verlauf des Tages in Dortmund anwesend waren“, heißt es in einem internen Papier, das unserer Redaktion vorliegt. Demnach waren am frühen Nachmittag des 19. Juli 400.000 bis 450.000 Menschen im Veranstaltungsraum B1 und Westfalenhalle unterwegs. Eine Zahl, die sich mit den Schätzungen der Polizei deckt: Von 450.000 Besuchern sprach nach RN-Informationen gegen 14 Uhr auch ein leitender Polizeibeamter. Und wie kam man am Ende auf 1,6 Mio? Die Verantwortlichen schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu. OB Langemeyer: „In diesen Zahlenstreit will ich mich nicht einmischen. Ich habe die Zahl nur weitergegeben, ob sie stimmt, kann ich nicht beurteilen.“ Björn Köllen, Pressesprecher der Loveparade: „Wir gehen von den Zahlen aus, die durch die Stadt Dortmund verkündet worden sind. Das sind die amtlichen Zahlen.“Die Schummelei bei den Besucherzahlen hat bei der Loveparade Tradition: Im vergangenen Jahr hatten Veranstalter und Stadtspitze von 1,2 Mio. Ravern gesprochen – als realistische Zahl nannte der Essener Feuerwehr-Chef später 600.000 Gäste. Auch in Berlin war regelmäßig über die tatsächliche Besucherzahl diskutiert worden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Aplerbecker Hallenbad immer barrierefreier

Liftsystem erleichtert den Zugang ins Wasserbecken

APLERBECK Auf dem Weg zur Barrierefreiheit ist das Aplerbecker Hallenbad einen wichtigen Schritt weiter: Mit einem Liftsystem, das körperlich beeinträchtigten Badegästen den Weg ins Wasserbecken erleichtert.mehr...

Obdachloser soll Bußgeld zahlen

Knöllchen für die Nacht auf Dortmunds Straßen

Dortmund Obdachlose müssen in Dortmund Strafe zahlen, wenn sie draußen übernachten. Es gibt zwar Notunterkünfte, doch viele schlafen nur ungern dort. Helfer befürchten, dass die Stadt die Obdachlosen aus der City verdrängen will.mehr...

Ärger beim Hausbau

Dortmunder wartet seit Jahren auf sein neues Heim

BRECHTEN Marc Neubauer ist mehr als verärgert: Seit über drei Jahren ist die Planung seines Hauses in Brechten beschlossene Sache und der Bau hat auch begonnen. Fertig ist es immer noch nicht.mehr...

Rachmaninow-Konzert der Philharmoniker

Gabriel Feltz erklärt seine Partitur der „Toteninsel“

Dortmund Vor dem Rachmaninow-Konzert der Philharmoniker am Dienstag und Mittwoch erläutert Generalmusikdirektor Gabriel Feltz seine Partitur und seine Gedanken zu Rachmaninows „Die Toteninsel“. Mit einer Originalaufnahme des Werks von Gabriel Feltz zum Reinhören.mehr...

Feueralarm im Theater Dortmund

Theaternebel löst Alarm aus, drei Vorstellungen unterbrochen

DORTMUND Es war kein Fehlalarm, der am Sonntagabend drei Vorstellungen im Theater unterbrach. Im Gegenteil: Die frisch modernisierte Alarmanlage ist fast schon zu gut.mehr...

Markus Mielek fotografiert Paare in Dunkelheit

Blind Love: Die vielleicht ehrlichste Art der Fotografie

DORTMUND Für das Projekt „Blind Love“ hat der Dortmunder Markus Mielek neun Paare in völliger Dunkelheit fotografiert. Es gab kein Licht – und keine Vorgaben. Das Ergebnis war für alle überraschend.mehr...