Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Makaber: Toter soll Telefonvertrag unterzeichnet haben

"Vielen Dank für Ihren Auftrag." Über den Vertrag mit kostengünstigen Telefonaten und schnellem Surfen, den er bei "vodafone" abgeschlossen haben soll, konnte sich Heinz L. nicht freuen. Er ist vor 20 Jahren gestorben.

Seine Witwe wollte ihren Augen nicht trauen, als ihr Anfang des Monats das Schriftstück des Telefonanbieters in den Briefkasten flatterte. "Die kricklige Unterschrift sollte angeblich von meinem Mann stammen. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie mich das aufgewühlt hat", sagt die 74-Jährige. Ihr erster Weg führte zur Verbraucherberatung. "Der Fall ist wirklich ungeheuerlich, das habe ich noch nie erlebt", sagt Beraterin Andrea Nientiedt. Nach ihrer Beschwerde und der Übermittlung der Sterbeurkunde stornierte das Unternehmen den Vertrag umgehend. Doch die Frage bleibt: Wer hat da den Vertrag gefälscht?

Die 74-Jährige hat einen Verdacht: "Bis heute habe ich bei der Telekom den Telefonbuch-Eintrag nicht ändern lassen, dort ist noch immer der Name meines Mannes angegeben." Doch mit diesen Angaben alleine könne eigentlich gar kein Vertrag entstehen, erklärt vodafone-Sprecher Dirk Ebrecht. Interne Recherchen ergaben, dass der Kontrakt im Dortmunder vodafone-Shop abgeschlossen wurde. "Dort muss aber eine Legitimation, etwa ein Ausweis, vorgelegt werden." Dummerweise gebe es davon keine Kopie mehr - aus Datenschutzgründen, wie es hieß. Ebrecht wittert einen Betrugsversuch - wobei völlig unklar sei, wer sich damit habe bereichern wolle. "Dass ein eigener Mitarbeiter eine Provision erschleichen wollte, ist ausgeschlossen - denn die gibt es erst nach Aktivierung des Anschlusses." Das Unternehmen werde jetzt alles daransetzen, den Fall aufzuklären.

Die Witwe von Heinz L. ist dem Rat der Verbraucherzentrale, Strafanzeige zu stellen, noch nicht nachgekommen. "Möglicherweise werden wir aber von Amts wegen Betrugsverdacht ermitteln", sagte Polizeisprecher Wolfgang Wieland. weg

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Feueralarm im Theater Dortmund

Fehlalarm im Theater unterbricht zwei Vorstellungen

DORTMUND Zwei Vorstellungen des Dortmunder Theaters mussten am Sonntagabend unterbrochen werden: Der Feueralarm schrillte, die Zuschauer mussten raus. Besonders die Schauspielbesucher konnten in dem Moment kaum die Bühnenhandlung von der Realität unterscheiden.mehr...

Einbrüche in Keller in der Nordstadt

Einbrecher erbeutet Staubsauger – und wird festgenommen

Dortmund In der Nacht zu Sonntag stieg ein Einbrecher gleich in zwei Keller in der Nordstadt ein. Ein aufmerksamer Nachbar bemerkte den Einbrecher und meldete ihn der Polizei. Daraufhin erwischten die Beamten den Täter auf frischer Tat.mehr...

Zwei neue Messen in den Westfalenhallen

Influencer und Serienstars kommen nach Dortmund

DORTMUND Zwei Messen feiern in diesem Jahr Premiere in den Westfalenhallen. Bei der einen geht‘s ums Aussehen, bei der anderen um Comics, Serien und Filme. Zu beiden kommen viele Stars.mehr...

Kontrollen gegen Raser-Szene in Dortmund

Mit 170 km/h durch die Innenstadt

Dortmund Im Kampf gegen die Raser-Szene in Dortmund hat die Polizei am Wochenende Autos in der Innenstadt kontrolliert. Rund 70 Fahrzeuge wurden technisch überprüft, über 150 wurden mit überhöhter Geschwindigkeit angehalten. Den Rekord hält ein 60-Jähriger.mehr...

Raub auf Kiosk in Huckarde

Täter gab vor einen Schokoriegel kaufen zu wollen

Dortmund Mit einem besonders dreisten Trick ist ein Dieb in Huckarde vorgegangen: In einem Kiosk gab er erst vor, einen Schokoriegel kaufen zu wollen. Danach klaute er skrupellos das Geld.mehr...

Polizeieinsatz in der Nordstadt

Person bei Auseinandersetzung mit Waffen schwer verletzt

Dortmund Mehrere Personen sind am späten Sonntagabend in der Dortmunder Nordstadt aneinandergeraten. Am Ende musste eine Person schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden.mehr...