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Mann gibt Attacke mit Messer zu

DORTMUND Ein türkischer Familienvater hat am Dienstag zum Prozessauftakt vor dem Schwurgericht zugegeben, seine Frau am 30. Mai mit einem Messerstich in den Bauch lebensgefährlich verletzt zu haben. Die Tat hatte sich auf dem Bürgersteig vor der Sparkasse an der Mallinckrodtstraße ereignet.

„Sie wollte sich von mir trennen“, sagte der 51-Jährige den Richtern. In den vergangenen Jahren habe es zwischen ihm und seiner Frau immer wieder Streit gegeben. In der Regel sei es dabei um die Erziehung des erstgeborenen Sohnes (19) gegangen. „Sie hat ihre Liebe mehr dem Jungen geschenkt, während ich auch für meine Töchter da war“, sagte der Angeklagte. Sein Vorwurf an die Frau lautet: „Sie hat sich immer wieder vor den Jungen gestellt und ihn in Schutz genommen.“

Zwei Wochen vor der Tat soll die 43-Jährige schließlich entschieden haben, die Scheidung einzureichen. Am 30. Mai verließ sie die gemeinsame Wohnung, um spazieren zu gehen. Der Angeklagte griff sich ein Messer aus der Küchenschublade und lief ihr nach. Auf der Mallinckrodtstraße holte er sie ein und stach sie nieder. Warum? „In diesem Moment habe ich mich verloren“, sagte der 51-Jährige.

Seine Frau überlebte den Messerstich nur dank der Behandlungskunst der Ärzte. Während einer Notoperation schafften es die Mediziner, die lebensgefährlichen Verletzungen zu versorgen. Die Messerklinge war etwa zwölf Zentimeter tief in den Bauch der Frau eingedrungen und hatte die Leber und den Magen verletzt. Außerdem wurden mehrere Blutgefäße getroffen. „Die Verletzungen hätten ohne Operation sicher zum Tod geführt“, sagte Staatsanwalt Carsten Dombert. Der Anklagevertreter wertet die Tat als versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung.

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