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Maskenball mit 3565 Pfeifen

Viele Gelegenheiten, die Klais-Orgel im Konzerthaus in einem Recital zu hören, gibt es in dieser Saison nicht. Dafür konnte das Publikum das Instrument am Donnerstag mit fast all seinen Klangmöglichkeiten und Farben kennen lernen, denn Wayne Marshall zog alle Register.

Das Kaleidoskop an Klangfarben, viele Registerwechsel und Marshalls rasantes Spiel mit den fünf Schwelltüren ließen die 2. Orgel-Sinfonie von Dupré abwechslungsreich, aber auch etwas aneinander gereiht klingen. Mehr Zusammenhalt hatte Liszts längstes Orgelwerk, Fantasie und Fuge über einen Choral aus Meyerbeers "Prophet". Dem Klangbad von wuchtigen Orgelklängen stellte der 46-Jährige mit viel Klangfantasie im Mittelteil die zarten Register des 3. Manuals gegenüber. Effektvoll spielte er hier mit dem schönen Geigenprincipal und dem aparten Himmelstimmen-Register.

Ragtimes und Jazz haben die Organisten schon lange in ihr Repertoire aufgenommen. Marshall mag auch Opern-Ouvertüren von Bernstein, Verdi und Johann Strauß. Und es war eine besondere Kunst des Briten, das große Instrument in Bernsteins Ouvertüre zu "Wonderful town" nicht zu schwerfällig wirken zu lassen. Farbig, mit vielen Diskant-Registern gespickt, klang seine Interpretation der "Traviata"-Einleitung und zum "Maskenball". Der Walzer für 3565 Pfeifen in der Ouvertüre zur "Fledermaus" klang dann allerdings mehr nach Elefantenwalzer.

Für seine großen Improvisationen am Schluss ist Marshall berühmt. Sein 15-minütiges Finale im Konzerthaus war ein Adventsgeschenk: eine fantasievolle Improvisation über das schon von Mozart variierte "Ah, vous dirai-je, maman" - besser bekannt als "Morgen kommt der Weihnachtsmann". JG

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