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Mehr Raum für Abiturienten

Baumaßnahmen, darunter auch der Umgang mit den altersschwachen Pavillons am Bert-Brecht- und Max-Planck-Gymnasium, beschäftigten gestern erneut den Schulausschuss.

Eine "relativ große Schnittmenge" stellte dazu Ausschuss-Vorsitzender Hermann Diekneite in den Anträgen aller Fraktionen fest. Weniger Einigkeit herrschte dagegen bei den Deckungsvorschlägen für die zusätzlichen Mittel, die für die Sanierung benötigt werden.

Während die SPD PPP-Modelle (Public Private Partnership/Öffentlich-Private Partnerschaft) favorisierte, bei denen die Gebäude von Investoren gemietet werden, streute FDP-Sprecher Lars Rettstadt Salz in altbekannte Wunden: "Wir möchten keinen U-Turm, sondern Geld für die Schulen." 19 Mio. Euro seien für das U-Projekt veranschlagt. "Das Geld möchten wir am Bert-Brecht sehen, am Stadtgymnasium, bei Anne-Frank und bei den sozial Bedürftigen".

Zunächst aber soll der genaue Raumbedarf ermittelt werden, nicht nur an den "Problemschulen" mit den 30 Jahre alten Pavillons, sondern an allen Gymnasien. Die Verwaltungsspitze hatte am Vormittag noch erklärt, dass man keinen Neubau als Ersatz für die Pavillons an Bert-Brecht- und Max-Planck-Gymnasium plane, zumal der Raumbedarf durch die Verkürzung der Gymnasialzeit von 13 auf 12 Jahre sinken werde. Der Ausschuss sieht das anders. Die Verkürzung der Schulzeit werde eine zu erwartende Entlastung durch die sinkenden Schülerzahlen eher aufzehren, wie Ulrike Nolte (SPD) darstellte. "Die Schüler halten sich den ganzen Tag in der Schule auf, dafür brauchen wir Räume."

Auch Barbara Blotenberg von den Grünen wies auf den Bedarf an Verpflegungs- und Aufenthaltsräumen hin, der sich durch die Verdichtung des Unterrichts ergibt. "Die Verwaltung soll den Raumbedarf aller Gymnasien bewerten und für das Max-Planck-Gymnasium und die Anne-Frank-Gesamtschule konkrete Vorschläge für ein Raumkonzept erstellen." Bei Finanzierung sollen auch hier PPP-Modelle helfen. Mit diesem Vorschlag jedoch ernteten SPD und Grüne Kritik von Walter Knieling (CDU) "Sie haben Vorschläge, aber keine Deckungsvorschläge. Sie fordern Sofortmaßnahmen - dann müssen dafür auch Mittel in den Haushalt eingestellt werden." Die leidige Frage der Finanzierung also bleibt vorerst ungeklärt. Zumindest besteht weitgehende Einigkeit in der Sache. "Alle sind der Meinung, dass bei den Pavillons etwas geschehen muss", stellte Diekneite fest. "Das ist eine Sache, an der wir gemessen werden." rie

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