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Mieten in Dortmund nur moderat gestiegen

DORTMUND Dortmund ist für Mieter weiter ein günstiges Pflaster. Im Durchschnitt werden 5 Euro pro Quadratmeter fällig. In den vergangenen beiden Jahren gab es dabei einen moderaten Anstieg um durchschnittlich 1,25 Prozent - deutlich unter der sonstigen Preissteigerungsrate.

Mieten in Dortmund nur moderat gestiegen

Eigentümer-Verbände, Mietervereine und Stadt vertreiben den neuen Mietspiegel, der ab 1. September für zwei Jahre gilt.

Diese Erkenntnisse liefert der neue Mietspiegel, der von einem Arbeitskreis aus Vermieter- und Mietervertretern, Stadt und Gutachtern erarbeitet wurde und zum 1. September in Kraft tritt. Bis Ende August 2010 ist er eine gerichtsfeste Basis für die Festsetzung von Mietpreisen und Erhöhungen. Ganz unkompliziert ist es nicht, den Mietspiegel zu lesen. Denn der Spiegelpreis varriert je nach Ausstattung, Größe und Lage der Wohnung. Dazu gibt es ein kompliziertes Punktesystem und Zu- bzw. Abschläge, die verrechnet werden müssen. Man wolle in Zukunft gemeinsam eine Vereinfachung erreichen, versprechen die Beteiligten. Der aktuelle Mietspiegel ist entstanden als Fortschreibung des Zahlenwerks von 2006. Basis ist dabei nicht der allgemeine Verbraucherpreis-Index, sondern eine Stichprobe speziell für den heimischen Wohnungsmarkt. So ist es möglich, Preise zu ermitteln, die nicht von den exorbitant gestiegenen Energiekosten beeinflusst sind.

Eine der Erkenntnisse: In Altbauten, die bis 1959 entstanden sind, liegt die Mietpreissteigerung mit durchschnittlich 2,87 Prozent höher als bei Wohnungen, die nach 1960 entstanden sind. Hier ergibt sich ein Plus von 0,77 Prozent.  Was für die Mieter positiv ist, freut die Eigentümer naturgemäß weniger. Angesichts der Anforderungen an energetische Gebäudesanierung sei eine finanzielle Beteiligung der Mieter unumgänglich, betont die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus&Grund. Das Problem: "Wegen der explosionsartig gestiegenen Energie- und Nebenkosten sind derzeit kaum Mietsteigerungen durchzusetzen", weiß Haus&Grund-Vertreter Dr. Thomas Bach. Der Mietspiegel ist als Sonderdruck u.a. über das Amt für Wohnungswesen im Stadthaus, Mietervereine und Haus&Grund erhältlich, aber auch im Internet abrufbar. Für die komplizierte Verrechnung der verschiedenen Einflussfaktoren bietet der Verein Mieter und Pächter einen Mietspiegel-Rechner an, der in der Geschäftsstelle des Vereins an der Prinzenstraße 7 für 5 Euro erhältich ist. Er kann auch über die Internet-Seite heruntergeladen werden.   

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