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Milde Strafe für missglückten Mord an Disco-Türsteher

Mit einem späten Geständnis hat sich ein 30-jähriger Mann gestern vor dem Schwurgericht eine milde Strafe verschafft: Sieben Monate nach einem gescheiterten Mordanschlag auf einen Türsteher der Disco Rush-Hour (Spähenfelde) wurde der Angeklagte gestern zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

"Das ist auf den ersten und vielleicht auch auf den zweiten Blick eine sehr milde Strafe", räumte der Vorsitzende Richter Wolfgang Meyer ein. Die Tatsache jedoch, dass der Angeklagte letztendlich doch noch zu seiner Tat gestanden und alles eingeräumt habe, lasse die Strafe angemessen erscheinen. Staatsanwältin Carola Jakobs sah dies indes anders. Sie hatte fast fünf Jahre Haft beantragt und überlegt nun, gegen das Urteil Revision einzulegen.

Fest steht: Der Angeklagte hat es nur dem Zufall zu verdanken, dass er nicht wegen vollendeten Mordes verurteilt werden musste. Eine Stunde nachdem er vom Sicherheitspersonal aus der Disco geworfen worden war, war er seinerzeit noch einmal zurückgekehrt, hatte mit einer Waffe auf einen der Türsteher gezielt und abgedrückt. "Mir war egal, ob er dabei tot umfallen würde", sagte er gestern.

Lediglich ein technischer Defekt sorgte dafür, dass Türsteher Dzou Dobras überlebte. Es löste sich kein Schuss. Ein Sachverständiger gab mit der Waffe später 30 Probeschüsse ab - immer funktionierte sie einwandfrei. "Das Opfer hat erhebliche psychische Folgen erlitten", sagte Richter Meyer. Dobras war monatelang in psychotherapeutischer Behandlung. von

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