Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

"Mobbing? Ohne mich!"

Nervenkitzel im Ratssaal: Gespannt warten zwei Schulklassen und ein Sportverein auf die Bekanntgabe des Siegers. Und dann die Überraschung: 14 Schüler des Mallinckrodt-Gymnasiums gewinnen den ersten Platz der Anti-Mobbing-Aktion.

Den Wettbewerb "Clevere Ideen gegen Mobbing" initiierten das deutsche Kinderhilfswerk und die Arbeitsgemeinschaft vernetzter Kinderseiten im Internet, "Seitenstark". Bundesweit beteiligten sich 50 Kinder- und Jugendgruppen.

In feierlicher Atmosphäre verlieh NRW Schulministerin Barbara Sommer den stolzen Dortmunder Schülerinnen und Schülern den ersten Preis: Eine Klassenfahrt im Wert von 3 500 Euro. "Damit haben wir nie gerechnet" sind sich Hanna Hoffmann (14) und ihre Mitschüler einig.

Belohnt wurden sie für ihren Film "Taiis - das Opfer". 30 Minuten erzählen von einem rassistischen Mobbing-Fall und möglichen Lösungsansätzen: Taiis kommt aus Chile und wird von drei Schülerinnen ihrer neuen Klasse gemobbt. Nicht nur, weil sie schlechter Deutsch spricht. Auch, weil Taiis gut aussieht. Die Jugendlichen der Klasse 8a (heute 9a) des Mallinckrodt-Gymnasiums beleuchten neben den Gefühlen des Opfers auch die Beweggründe der Täter. Das überzeugte nicht nur die Jury. Barbara Sommer lobte die "realistische Darstellung" des Problems. Mobber und Taiis finden zusammen, als die Klasse gemeinsam ein Sportfest organisiert.

Die lebensnahe Verfilmung des Themas gelang auch durch eigene Erfahrung. "In unserer Klasse hatten wir es schon selbst mit einem noch schlimmeren Mobbing-Problem zu tun", erklärt Naima Brand, im Film das Opfer.

Über den zweiten Platz freute sich die Klasse 5a der Anna-Freud-Schule aus Köln. Sie überzeugte ebenfalls mit einem Film: Klaus wird gemobbt, weil er übergewichtig ist und nicht weiß, wie er sich wehren kann. Der dritte Platz ging an den Sportverein Marhorst (Niedersachsen), Abteilung Kampfsport. 23 Kinder entwickelten eine einfache Strategie, sich gegen Mobbing auszusprechen: Sie bedruckten Aufnäher mit dem Spruch: "Mobbing? Ohne mich!" cl

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Steinmeier besuchte die Anne-Frank-Gesamtschule

Präsidenten-Lob für Ausbildungspakt an Dortmunder Schulen

Dortmund Der Bundespräsident nahm sich viel Zeit: Eineinhalb Stunden besuchte Frank-Walter Steinmeier am Freitag die Anne-Frank-Gesamtschule in der Nordstadt, um sich über das Projekt „Ausbildungspakt“ zu informieren. Es war der Abschluss einer einwöchigen bundesweiten Tour. Und die Gäste zeigten sich beeindruckt.mehr...

Umbau eines Hochhauses an der B1 verzögert sich

Geplantes Wohnprojekt am Rheinlanddamm muss warten

Dortmund Seit drei Jahren verfolgt der Spar- und Bauverein den Plan, das Hochhaus am Rheinlanddamm 201 in ein Wohngebäude zu verwandeln. Der Umbau an der B1 sollte in diesem Jahr starten. Doch jetzt kam etwas dazwischen.mehr...

Großer ABC-Einsatz der Feuerwehr

Am Immanuel-Kant-Gymnasium war Ameisensäure ausgetreten

Asseln Die Feuerwehr hatte am Donnerstagnachmittag einen großen ABC-Einsatz in Asseln zu bewältigen. Am Immanuel-Kant-Gymnasium war aus einem undichten Behälter Ameisensäute ausgetreten.mehr...

Zoff um Auftritt eines Reggae-Sängers

„Bounty Killer“ hetzte gegen Schwule, jetzt tritt er in Dortmund auf

Dortmund Der geplante Auftritt des jamaikanischen Reggae-Sängers mit dem Künstlernamen „Bounty Killer“ im Junkyard in Dortmund hat Empörung ausgelöst. Der Sänger hatte in der Vergangenheit in seinen Texten unter anderem dazu aufgefordert, Homosexuelle zu verbrennen und zu erschießen.mehr...

Angriff von Rechtsextremisten am Kanal

Dunkelhäutige Männer verfolgt, geschlagen und getreten

Dortmund Eine Gruppe von Personen, die die Polizei der rechtsextremistischen Szene zuordnet, hat am Donnerstagabend (19.4.) am Dortmund-Ems-Kanal drei dunkelhäutige Männer angegriffen und verfolgt.mehr...

Drei Männer störten Verhaftung an der Bornstraße

Opfer eines Handyraubes bekam gewaltbereite Hilfe

Dortmund Ein 31-jähriger Dortmunder war das Opfer eines Handyraubes geworden. Doch als die Polizei die mutmaßlichen Täter schließlich stellen und festnehmen wollte, trafen Freunde des Opfers ein. Sie störten den Einsatz und zeigten sich gewaltbereit.mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden