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Baustopp

Möglicher Pfusch am Bau: 14 Häuslebauer sitzen auf heißen Kohlen

DORTMUND Die Baustelle im Neubaugebiet Kleine Heide in Eichlinghofen sollte eigentlich schon fertig sein. Ist sie aber nicht. Maschinen sind dennoch weit und breit nicht mehr zu sehen. Der Grund: Die Stadt verhängte im März einen Baustopp, weil sich die Baufirma nicht an den Bebauungsplan gehalten hatte. Und noch mehr verbockt haben soll.

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Dirk und Denise Schlüter-Naujoks hoffen, dass ihr Haus bald fertig gebaut wird.

An dieser Baustelle an der Stockumer Straße passiert momentan nichts.

14 Reihenhäuser sind betroffen. Gründe für die angeordnete Unterbrechung gibt es verschiedene: Es habe Verstöße gegen den Bebauungsplan gegeben, außerdem seien zuletzt „erhebliche bauliche Mängel“ an den Rohbauten festgestellt worden, die auch die Statik betreffen, begründet Stadtsprecher Thomas Kampmann den von der Stadt verhängten Baustopp.

Fenstergrößen seien nachträglich geändert worden, außerdem habe sich der Bauträger nicht an Vorgaben der Stadt gehalten, zum Beispiel, dass zur Straße hin nur Nebenräume wie Abstell- oder Badezimmer entstehen sollten und Garagen in die Häuser integriert werden. Ohne entsprechende Genehmigungen habe man dafür die Grundrisse geändert, sagt Kampmann.

Die Bauherren stehen dem Wust aus versäumten Anträgen, Genehmigungen und möglichem Pfusch am Bau derweil ratlos gegenüber. Schon die Vorbereitung verlief nicht nach Plan. „Eigentlich sollte im November 2010 mit dem Bau begonnen werden, im Sommer 2011 war dann aber erst der Spatenstich“, sagt Denise Schlüter-Naujoks, die mit ihrer Familie eigentlich längst im neuen Heim wohnen sollte. Die Abweichungen vom Bauplan sind der Familie zwar aufgefallen, ihnen sei aber versichert worden, dass die entsprechenden Genehmigungen eingereicht werden, sagt Schlüter-Naujoks.

Verkauft wurden die Eigenheime von der Ruhrgrund Immobilienvermittlung, mit dem Bau beauftragt ist die Warendorfer Baugesellschaft mbH. Die sieht die Schuld für für die Verzögerungen bei der Stadt. „Wir haben Kundenwünsche wie zum Beispiel die der Fenstergröße umgesetzt, die normalerweise auch nachträglich in den Plänen geändert werden können“, sagt Bauleiter Udo Packeiser. Mit der Verzögerung steigen die Kosten für die Familien. Ursprünglich sollte ein Haus schlüsselfertig rund 186 000 Euro kosten. Die notwendigen Änderungen kosten zusätzlich Geld; Familie Naujoks muss weiter zur Miete wohnen und das bezahlen.

Wann die Arbeiten jetzt wieder aufgenommen werden, hängt davon ab, ob und wie schnell die geänderten Pläne von der Stadt geprüft und genehmigt werden. „Darauf warten wir jetzt seit fast fünf Wochen“, klagt Denise Schlüter-Naujoks. 

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