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Wegen des Warnstreiks bleibt der Müll stehen

Mülltonnen-Leerung ersatzlos gestrichen

DORTMUND Wegen des Warnstreiks im öffentlichen Dienst am 10. April blieben in Dortmund 20.000 volle Mülltonnen stehen. Wer auf eine Nachleerung hofft, wird jedoch enttäuscht. Einen Trost hat der Entsorger aber für die Bürger.

Mülltonnen-Leerung ersatzlos gestrichen

Zu einem Müll-Stau kam es durch den Streik im Öffentlichen Dienst. Foto: Peter Bandermann

Anders als bei dem vorangegangenen Warnstreik wurde die Leerung der Abfallbehälter diesmal nicht verschoben, sondern sie fiel komplett aus, wie Petra Hartmann von der EDG erklärt.

Auf eine Ersatzleerung einen Tag später, so wie es auch an Feiertagen gehandhabt wird, habe man sich diesmal nicht einigen können. Eine solche Lösung bedeutet immer Samstagseinsatz für die Mitarbeiter. Lediglich die Entsorgung bei Sozialeinrichtungen wie Krankenhäuser oder Altenheime konnte im Rahmen einer Notdienstvereinbarung sichergestellt werden.  

Mehr als 5 Millionen Leerungen jährlich

So hat bei rund 20.000 Restmüll- und Biotonnen keine Leerung stattgefunden; Papier- und Wertstofftonnen waren nicht betroffen. Um die Dimension einordnen zu können: Die EDG führt pro Jahr rund 4,3 Mio. Leerungen von Restmülltonnen und rund 850.000 Leerungen von Biotonnen durch.

Als Ausgleich für die ausgefallene Entsorgung bietet die EDG den Kunden an, den gesammelten Rest- und Biomüll zum nächsten regulären Termin in Tüten neben die Mülltonne zu stellen. „Wir nehmen jeden Sack mit“, verspricht Petra Hartmann. 

Wochenlange Gammelzeiten

Bei 14-tägiger Leerung gammelt der Müll also vier Wochen vor sich hin. Biotonnen mit  Entsorgung im eher seltenen Vier-Wochen-Rhythmus hätten sogar zwei Monate Zeit, den Inhalt zu kompostieren. Das wollen die wenigsten Verbraucher vor ihrem Haus, in Garage oder Keller mitansehen.

Zahlreiche Beschwerden  waren die Folge. Von „Verhältnissen wie früher in Palermo“ ist da unter anderem die Rede. „Im Endeffekt bedeutet dies, dass die EDG an den Kosten des Streiks zu Lasten der Bürger verdient“, ärgert sich ein Leserbriefschreiber. Die EDG-Specherin bezweifelt das. 

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