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Natur kommt zu kurz

Brackel Noch gibt es viel zu tun auf dem Hohenbuschei-Gelände. Doch schwarz auf weiß ist schon fast alles fertig. Mit den Flächennutzungsplänen geht der Naturschutzverband BUND allerdings nicht konform. Dem kommt der Naturschutz im Gebiet Buschei viel zu kurz.

Natur kommt zu kurz

<p>Die Aussicht auf dem Hohenbuschei-Turm ist groß. Der BUND sieht allerdings noch zahlreiche unstimmigkeiten im Flächennutzungsplan. Niehörster</p>

Und der BUND beruft sich bei der Kritik auf den Beschluss des Beirates der Unteren Landschaftsbehörde (als Übersicht im Infokasten).

Thomas Quittek zieht dazu stellvertretend für den Naturschutzbund auch den Umweltplan Dortmund, der "Pufferzonen im Umfeld von Schutzgebieten" vorsieht, heran: "Wesentliche Forderungen sind nicht berücksichtigt worden. Die werden von uns aber aufrechterhalten." Die Forderungen findet das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt auch in ihrem Briefkasten.

Für BUND und die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) muss "nachgeplant" werden, die Reduzierung der Wohnbaufläche im Osten sei verpflichtend wegen der unmittelbaren Nähe zum Naturschutzgebiet (NSG) Buschei.

Deshalb müsse auf die geplanten Quartiere "Wohnen am Golfplatz" und "Wohnen im Park" verzichtet werden. Quittek weiter: "Die Entwicklung des Gesamtgeländes ist von Westen nach Osten und nicht, wie vorgesehen, von außen nach innen vorzunehmen." Dem BUND fehlt auch die Anbindung zu öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Papieren: "Offenbar soll die gesamte verkehrliche Erschließung per motorisiertem Individualverkehr erfolgen."

Zuviele Bäume innerhalb des Kasernengeländes (rund 10 Hektar) seien bereits gerodet worden, weitere 45 Prozent des gesamten Bestandes sollen folgen.

Und keinesfalls darf der ehemalige Bundeswehrschießplatz geöffnet werden, da es sich um einen Kernbereich des NSG handelt. Dafür fehle noch die komplette Einzäunung. Auch der Grenzzaun für den Golfplatz im Bereich der Teiche. Die Sportler können das NSG noch betreten, der Platz sei über das genehmigte Maß ausgeweitet worden. Quittek: "Ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Betreiber läuft."

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