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Museum am Fredenbaum

Naturkunde-Schau soll umgebaut und modernisiert werden

DORTMUND Die gute Nachricht ist: Das Museum für Naturkunde am Fredenbaum wird für 7,3 Millionen Euro modernisiert. Die schlechte Nachricht: Während des Umbaus bleibt das besucherstärkste Museum der Stadt für zwei Jahre geschlossen.

Naturkunde-Schau soll umgebaut und modernisiert werden

Das 1980 eröffnete Naturkundemuseum am Fredenbaum soll ab Juni 2014 für 7,3 Millionen Euro zwei Jahre lang umgebaut und modernisiert werden.

1980 wurde das Naturkundemuseum an der Münsterstraße eröffnet. Inzwischen ist das markante Gebäude deutlich in die Jahre gekommen und entspricht vor allem mit Blick auf behindertengerechten Zugang und Brandschutz längst nicht mehr den Anforderungen. Und auch inhaltlich entspricht die Ausstellung mit den Schwerpunkten Biologie, Geologie und urzeitliches Leben (Paläontologie) nicht mehr neuen museumspädagogischen Standards. Deswegen sollen Haus und Ausstellung rund um die symbolträchtigen Dinosaurier im Eingangsbereich nun nach einem neu erarbeiteten Konzept gründlich überarbeitet und umgebaut werden.

Im Juli soll der Rat der Stadt über den Umbau entscheiden. Und der wird nicht billig: 7,3 Millionen Euro soll die Neugestaltung des Museums kosten – rund vier Millionen mehr als beim ursprünglichen Beschluss zum Start der Planungen. Denn das Umbau-Volumen ist deutlich gewachsen, erläutert Kulturdezernent Jörg Stüdemann. So muss auch das Schaubergwerk, das an die Dortmunder Bergbaugeschichte erinnert, umgebaut werden. Trotzdem ist Stüdemann auch in seiner Rolle als Kämmerer optimistisch, den Umbau finanziell stemmen zu können. Die Kulturbetriebe haben in den vergangenen Jahren bereits drei Millionen Euro als Rücklage gebildet. Außerdem unterstützt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Modernisierung mit einer Million Euro.

Die Ausweitung des Umbau-Programms wirkt sich aber auch zeitlich aus. Aus neun Monaten werden nun zwei Jahre. Und weil die umfangreiche Sanierung bei laufendem Betrieb nicht möglich ist, muss das Museum für zwei Jahre für Besucher geschlossen werden.Nach aktuellem Stand der Planungen schließt das Haus im Juni 2014 seine Türen. Die Wiedereröffnung der erneuerten Schau ist für Juni 2016 vorgesehen. Ein Geschenk für die Wiedereröffnung hat Stüdemann schon im Auge: Ein echtes Mammutskelett könnte dann die Ausstellung bereichern – zusammengesetzt aus Fundstücken aus der Nordsee. Das Geld dafür – rund 140 000 Euro – soll mit einer Spendenaktion gesammelt werden.  

Beliebtestes Museum der Stadt


  • Das Naturkundemuseum, seit 1980 am Fredenbaum beheimatet, feierte 2012 sein 100-jähriges Bestehen.
  • Im Ruhrgebiet ist es das einzige klassische Naturkundemuseum und nach dem LWL-Museum für Naturkunde in Münster das zweitgrößte in Nordrhein-Westfalen.
  • Mit Blick auf die Besucherzahlen ist es das beliebteste Museum der Stadt mit rund 60 000 Besuchern pro Jahr.

 

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