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Wegen des Flussregenpfeifers

Naturschutz: Anleinpflicht für Hunde auf Phoenix-West

HÖRDE Die Zeit für eine der letzten Auslaufflächen für Hunde ohne Leinenzwang läuft ab: Hundehalter sollen ihre Vierbeiner im Landschaftspark Phoenix-West schon bald anleinen müssen. Ursache dafür ist auch ein Vogel, der seit dem Frühjahr 2015 für Schlagzeilen sorgt.

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Das Areal auf Phoenix-West ist weitläufig und ein ideales Revier für Hundehalter. Auch hier soll der Leinenzwang gelten.

Flussregenpfeifer-Küken konnten diesen Schutzzaun und einen Erdwall überwinden und so die Baustelle der Nordwest-AG aus Hagen erreichen.

Vogelschützer stellten diese Schilder auf - Hundehalter und andere Spaziergänger hielten sich bisher daran.

Auf Phoenix-West brütende Flussregenpfeifer-Paare konnten bereits den Baubeginn für einen neuen Firmensitz der Nordwest AG aus Hagen verzögern. Jetzt ist der unter Schutz stehende Vogel auch noch für die Anleinpflicht für Hunde mitverantwortlich.

Thomas Quittek vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sagte am Freitag (5. 6.), dass die Grünflächen auf Phoenix-West "wie der Fredenbaumpark, der Westfalenpark und der Rombergpark als Park definiert" worden seien - in den Dortmunder Stadtparks gilt die Anleinpflicht, dafür wiederum gibt es Vorschriften.

Areal ist beliebt bei Hundehaltern

Hundehalter dürfte die Anleinpflicht auf Phoenix-West nicht gefallen - das weitläufige Areal ist täglich ein beliebter Treffpunkt für Zwei- und Vierbeiner. Thomas Quittek: "Der Leinenzwang gilt jetzt schon, aber das ist noch nicht ausgeschildert." Einen konkreten Termin für den Aufbau der Schilder kennt der Sprecher der BUND-Kreisgruppe Dortmund allerdings nicht.

"Wir müssen den Bürgern erklären, dass dort Tiere brüten", begründete Quittek den Schutz für die Vögel. Flussregenpfeifer-Beobachter hatten bereits im März mehrere Schilder aufgestellt und Hundehalter und andere Spaziergänger gebeten, die Flächen nicht zu betreten. Laut Quittek hätten Hundehalter und andere Besucher die Hinweise respektiert. Probleme würden Modellflieger bereiten.

Ein wehrhafter Vogel

Seit März 2015 hatte sich der Flussregenpfeifer gegen sämtliche Vertreibungs-Versuche zur Wehr gesetzt und auf dem Baugrundstück der Nordwest AG seine Eier gelegt. Ende Mai überraschte ein Flussregenpfeifer-Paar einen Gutachter und andere Beobachter mit einem neuen Gelege mitten auf der Baustelle.

Die Nordwest AG musste den für den 12. Juni 2015 angesetzten Spatenstich-Termin absagen, da die Bauarbeiten das Flussregenpfeifer-Gelege gefährden würde. Flussregenpfeifer sind Bodenbrüter. Bereits geschlüpfte Küken hatten einen zu ihrem Schutz errichteten Erdwall und einen Kleintierzaun überwunden und waren ihre Eltern auf die Baustelle gefolgt.

HÖRDE Küken des Flussregenpfeifers ignorieren im Gewerbegebiet Phoenix-West in Hörde die Absperrungen für einen Firmen-Neubau. Sie folgten ihren fliegenden Eltern über einen extra aufgeschütteten Erdwall auf die Baustelle. Jetzt soll ein Kleintierzaun die Jungvögel stoppen.mehr...

HÖRDE Die Nordwest AG aus Hagen verschiebt den Baustart für eine neue Unternehmenszentrale auf Phoenix-West in Hörde. Damit respektiert das Unternehmen den Artenschutz für den aktuell dort brütenden Flussregenpfeifer. Wir erklären die Hintergründe.mehr...

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