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Staatsschutz ermittelt

Nazi-Schmierereien an Gesamtschule

BRÜNNINGHAUSEN Für am Freitag entdeckte Schmierereien an der Gesamtschule am Klüsenerskamp macht die Polizei die Neonazis-Szene in Dortmund verantwortlich. Sind die Parolen eine vorgezogene Aktion vor einem "Flashmob" gegen den rechten Spuk am kommenden Montag?

Nazi-Schmierereien an Gesamtschule

Die Schmierereien sind laut Polizei eindeutig der lokalen Naziszene zuzuschreiben.

Die Schmierer kamen in der Nacht. Um 8 Uhr entdeckte Schulpersonal am Freitag (8.6.) die Schriftzüge und Poster an Eingangstüren, Wänden der Aula und Mülltonnen. "Sie sind eindeutig der lokalen rechten Dortmunder Naziszene zuzuordnen", berichtete das Präsidium. Allerdings fehlen konkrete Hinweise auf den oder die Täter.

Stellt sich die Frage, ob die Schmierereien eine vorgezogene Reaktion auf einen "Flashmob" am Montag (11.6.) sind. Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 setzen ein Zeichen gegen "rechten Spuk". Musikalische Vorlage dafür ist das Lied "Ai Se Eu Te Pega" von Michael Telo. "An unserer Schule ist kein Platz für rechte Spinner", kündigte die Schule die Aktion an.  

Nach Angaben der Polizei beziehen sich die rechtsextremistischen Parolen und Schriftzüge auch auf die Rheinische Straße 135 in der westlichen Innenstadt. Die Stadt hatte das Haus gekauft und Mietern, die in der Neonaziszene aktiv sind, gekündigt.

Am Donnerstag um 22 Uhr war von den Schmierereien noch nichts zu sehen. Wer in der Zeit bis Freitagmorgen verdächtige Personen gesehen hat, sollte die Polizei verständigen. Der Staatsschutz ermittelt wegen "gemeinschädlicher" Sachbeschädigung. Hinweise an die Polizei unter Tel. (0231) 1 32 77 77.

Wenige Monate vor dem "Antikriegstag", zu dem rechtsextremistische Organisationen aufrufen, ist wieder fest mit verstärkter Nazi-Propaganda im Stadtgebiet zu rechnen. Schulhausmeister und Anwohner sollten also wachsam sein und die Polizei verständigen, wenn sie bei Dunkelheit verdächtige Personen beobachten.

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