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Scharnhorststraße

Neonazis bedrohen Hausbesitzer und Kulturtreff

DORTMUND Rechtsextremisten bedrohen nach Informationen unserer Redaktion einen namhaften Hauseigentümer und Immobilienhändler, der ein Ladenlokal an der Scharnhorststraße in der Nordstadt an einen Fotokünstler und einen Buch- und Kulturladen vermietet hat. Durch Druck auf ihn wollen sie die Auflösung des Mietvertrags erzwingen.

Neonazis bedrohen Hausbesitzer und Kulturtreff

Fotograf Hendrik Müller (links) und Sascha Bender im Ladenlokal an der Scharnhorststraße.

Der gebürtige Nordstädter und auf Fotopanoramen, Landschaften und verlassene Orte („Lost Places“) spezialisierte Hendrik Müller eröffnet im Mai 2016 in dem Lokal ein Atelier. Der Buchladen zieht schon Mitte März vom öffentlich geförderten Kreativkaufhaus „Concordiart“ am Borsigplatz an die drei Kilometer entfernte Scharnhorststraße, um sich für Lesungen und andere Kulturtermine zu vergrößern.

Zurzeit renovieren die Betreiber das Ladenlokal, in dem bereits eine Schaufensterscheibe eingeworfen worden ist. Der Eigentümer und Immobilienhändler erhielt ebenfalls „Besuch“. Im Internet wurde seine Firma massiv diskreditiert. Äußern will sich der Geschäftsführer des Unternehmens nicht. Via Facebok im Internet teilte er mit: "Wir wollen mit keinerlei Extremismus  in Zusammenhang gebracht werden ... und das rechtlich Mögliche veranlassen." 

Fotograf Hendrik Müller und Sascha Bender vom „Buchladen zur Förderung libertärer Philosophie“ hoffen, dass der Eigentümer dem Druck der Neonazis standhält und den Mietvertrag jetzt nicht kündigt. „Wir konnten nicht wissen, dass der Vermieter wegen uns zur Zielscheibe wird. Wir hoffen, dass er nicht nachgibt. Das wäre ein fatales Zeichen“, so Hendrik Müller.

Politische Gegner der Rechtsextremisten

Rechtsextremisten gehen gegen das Projekt an der Scharnhorststraße 50 vor, weil politisch links einzuordnen ist: Das Sortiment des Buch-Vereins sieht neben Büchern über Veganismus und Feminismus auch antifaschistische Literatur vor – damit sind die Buchladenbetreiber politische Gegner der Rechtsextremisten.

Das Ladenlokal mit 180 Quadratmetern Fläche im Erdgeschoss hatte schon viele Mieter. Schreinerei, Kneipe, Supermarkt, Möbelhandel und Glücksspielautomaten waren dort untergebracht. Nach acht Jahren Leerstand soll die Nordstadt einen weiteren Kulturstandort erhalten.

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