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Neue Durchsuchung zur Bargeld-Affäre

DORTMUND Die "Bargeld-Affäre" im Rathaus geht in eine weitere Runde: Heute startete die Staatsanwaltschaft weitere Durchsuchungen im Zusammenhang mit den Vorkommnissen im Oberbürgermeister-Amt. Der Fokus richtete sich dabei auf einen ehemaligen Mitarbeiter des Büros.

Nach RN-Informationen wurden die Privaträume des 61-Jährigen durchsucht. Ihm wird zur Last gelegt, bis zum 2004 ca. 36.000 Euro veruntreut zu haben. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe vehement, steht aber im Verdacht, Auszahlungsverfügungen gefälscht zu haben. Der Mann wurde nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt.

Der „modus operandi“ unterscheide sich von dem Vorgehen der 41-jährigen OB-Mitarbeiterin, die bereits gestanden hat, rund 380.000 Euro (größtenteils für Drogen) unterschlagen zu haben. So seien die Anlässe der Abhebungen zum Teil erfunden gewesen, hieß es.

Damit bleibt weiter unklar, wo der Rest des verschwundenen Steuergeldes geblieben ist – die städtischen Rechnungsprüfer hatten herausgefunden, dass es für Ausgaben von insgesamt rund 1,1 Mio. Euro keine Belege gibt. „Es ist jedoch möglich, dass der Beschuldigte mehr als 36.000 Euro unterschlagen hat – dahingehend sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen“, so Holznagel.

Auch Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer hatte vor Wochen schon angedeutet, dass weitere Mitarbeiter der Verwaltung unter Untreue-Verdacht stünden.

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