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Arbeitskampf wird ausgeweitet

Nun streiken auch Postboten in Dortmund unbefristet

DORTMUND Seit Montag streiken Mitarbeiter des Briefverteilzentrums an der Revierstraße in Dortmund. Am Mittwoch haben sich nun auch die ersten Brief- und Paketzusteller der Post in Dortmund dem unbefristeten Streik angeschlossen. Wie viele Briefe und Pakete dennoch bei den Empfängern ankommen, ist ungewiss.

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Impressionen aus dem Briefverteilzentrum 44 in Kirchlinde an der Revierstraße.

Streik vor den Toren: Die Mitarbeiter des Briefverteilzentrums in Kirchlinde haben am Montag ihre Arbeit niedergelegt.

Update Mittwoch, 10. Juni, 15.17 Uhr:

Die Gewerkschaft Verdi hat den Streik bei der Post in Dortmund ausgeweitet. Nachdem am Montag zunächst Mitarbeiter im Briefverteilzentrum an der Revierstraße in den unbefristeten Streik traten, folgten nun in den ersten Bezirken Brief- und Paketzusteller. 

Laut Abdelhak Benayad, betrieblicher Arbeitskampfleiter für Verdi im Bereich der Post Dortmund, streiken derzeit etwa 100 Mitarbeiter am Briefverteilzentrum, zudem etwa 110 Zusteller. 

Die bestreikten Zustellbezirke sind nach Verdi-Angaben Stand jetzt die Dortmunder Innenstadt, Aplerbeck, Sölde, Höchsten, Hörde und Wellinghofen. Weitere Bezirke sollen in Kürze folgen, heißt es bei Verdi. 

Von der Post heißt es, dass aktuell trotz des Streiks 88 Prozent aller Briefe und 93 Prozent aller Pakete "termingerecht" zugestellt würden. Unter anderem Beamte, Abrufkräfte und Leute aus der Verwaltung sollen das möglich machen. Die Zahlen kommentiert Abdelhak Benayad für Dortmund kurz und knapp: "Das stimmt nicht."

Wie viele Sendungen tatsächlich ankommen, wissen nur die Empfänger.

So berichteten wir am Montag, 8. Juni:

Mehrere Wochen lang hatte es immer wieder Warnstreiks bei der Post gegeben - auch in Dortmund, zuletzt Ende Mai. Nun hat die Gewerkschaft Verdi ihre Mitglieder bei der Post zu einem unbefristeten Streik aufgerufen, der seit am Montagnachmittag (8. Juni) in Dortmund angekommen ist. 

Streik am Briefzentrum an der Revierstraße

In Dortmund streiken Verdi-Mitglieder seit 16 Uhr am Briefverteilzentrum an der Revierstraße, wie Abdelhak Benayad, betrieblicher Arbeitskampfleiter für Verdi im Bereich der Post Dortmund, auf Anfrage sagte. Dort werden täglich etwa 1,2 Millionen Briefsendungen bearbeitet. 

Nun, so Benayad, bliebe ein Großteil der dort ankommenden Post liegen: Viele Briefe würden nicht sortiert und kämen entsprechend nicht bei den Briefträgern der einzelnen Bezirke an. Die Briefträger selbst haben laut Benayad bislang noch nicht die Arbeit niedergelegt. 

Wie viele Briefkästen bleiben leer?

Wie sehr die Post-Kunden in Dortmund den Streik spüren, ist ungewiss. Verdi geht davon aus, dass in den nächsten Tagen viele Kunden in leere Briefkästen blicken. 

Die Post hingegen nimmt an, dass dem nicht so sein wird. "Wir haben es auch während der Warnstreiks geschafft, dass die Kunden davon nicht viel mitbekommen", sagte Post-Pressesprecher Achim Gahr am Montag. 

Denn längst nicht alle Beschäftigten seien bei Verdi organisiert, auch nicht alle Verdi-Mitglieder würden mitstreiken. Und zudem setze die Post auf Abrufkräfte (zum Beispiel studentische Aushilfen) und Beamte, um die fehlenden Mitarbeiter auszugleichen.

Worum es bei dem Arbeitskampf geht und was Kunden wissen sollten:

Dortmund Viele Briefkästen werden in den kommenden Tagen leer bleiben. Grund ist der Streik bei der Post ab Montagnachmittag. Wichtige Briefe müssen aber unter Umständen bis zu einem bestimmten Termin ankommen. Doch wer ist dafür verantwortlich? Bleiben die Briefe jetzt liegen?mehr...

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