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Mauschelei-Vorwürfe

OB Sierau wegen Kollektiv-Beförderung unter Druck

DORMUND "Dukatenesel", "Verdacht der Willkür" - aus der Politik kommt harsche Kritik an der Kollektiv-Beförderung des Presseamts der Stadt durch Dortmunds OB Ullrich Sierau. Nun soll sich der Stadtrat mit dem Vorwurf befassen, Sierau habe so für die Versetzung eines seiner Wahlkampfhelfer gesorgt.

OB Sierau wegen Kollektiv-Beförderung unter Druck

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Mit Befremden und Unverständnis haben am Donnerstag die Ratsfraktionen auf die Kollektivbeförderung der städtischen Pressestelle reagiert, die zeitlich zusammenfällt mit dem Wechsel eines Pressestellen-Mitarbeiters auf einen noch höher dotierten Posten bei der Wirtschaftsförderung. Für manche ist das kein Zufall, Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) weist solche Mutmaßungen zurück.

Der Oberbürgermeister schicke einen „Dukatenesel“ in sein „Vermarktungsamt“, so die Grünen. Sie stellten dazu im gestrigen Personalausschuss eine Dringlichkeitsanfrage: „Wir können uns nicht der Wertung entziehen, dass es sich um ein Geschmäckle handelt“, erklärte Birgit Pohlmann. „Solche Zufälle, da fehlt mir ein bisschen der Glaube.“Ob es in der Verwaltung eine gängige Praxis sei, ganze Abteilungen höher zu gruppieren, wollten die Grünen wissen.

„Nein“, erklärte Dirk Müller vom Personalamt, „Usus“ sei das nicht, aber in den letzten zwei, drei Jahren drei Mal vorgekommen: bei 32 Schulsekretärinnen, bei Zulagen für Ärzte im Gesundheitsamt und altersmäßig höheren Einstufungen bei Berufsingenieuren. Die Höhergruppierung der Pressestelle kostet die Verwaltung jährlich etwa 2000 Euro mehr. „Wir sollten überlegen, wie man solche Dinge im Vorfeld etwas transparenter machen kann“, schlug der Ausschussvorsitzende Norbert Schilff (SPD) zur Güte vor.

FDP/Bürgerliste und die Linke wollen das Thema in die Ratssitzung am 26. September tragen. Die Frage der Besoldungs- und Entgeltgruppe „sollte über jede Mauschelei erhaben sein“, so der Fraktionschef von FDP/Bürgerliste, Lars Rettstadt (FDP). Er wirft OB Sierau „mangelndes personalpolitisches Fingerspitzengefühl nah am Verdacht der Willkür vor und sieht die Gefahr eines auseinanderbrechenden Gehaltsgefüges in der Stadtverwaltung.“ Damit würden die Ziele des seit 2011 angestrebten Personal- und Entwicklungskonzepts „ad absurdum“ geführt.

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