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Parkhausbetreiber rüstet gegen Junkies auf

DORTMUND Mit verstärkter Video-Überwachung, nur nach außen zu öffnenden Fluchttüren, Zwangsentlüftungen gegen den Gestank und zusätzlichen Kontrollgängen mit eigenem Personal will der Parkhaus-Betreiber SBB Drogensüchtige und die damit verbundenen Begleiterscheinungen wie Verschmutzung und Bettelei aus den Tiefgaragen Stadttheater, Hansaplatz und Konzerthaus fern halten. Das hat SBB-Chef Manfred Peukmann am Freitag gegenüber den RN angekündigt.

Parkhausbetreiber rüstet gegen Junkies auf

Ein privater Wachdienst sorgte über Wochen für Sicherheit in den Tiefgaragen Stadttheater und Hansaplatz.

Wie berichtet, sind in den Anlagen Hansaplatz und Stadttheater private Wachdienste über Wochen Streife gegangen. Unterm Hansaplatz rund um die Uhr. Sieben Tage in der Woche. Mit Erfolg. Aggressive Bettelei an den Zahlautomaten hörte auf, auf den Treppen lagen keine zugedröhnten Junkies mehr oder ließen Blut und Erbrochenes zurück.

Doch private Wachdienste sind teuer, "irgendwann verdienen wir nichts mehr", klagt Peukmann. Aber kaum war die Maßnahme zurückgefahren, nahmen die Belastungen wieder zu. Und seitdem die Schulferien vorbei sind, lägen schon vormittags drogenabhängige Berufsschüler hilflos in der Konzerthaus-Tiefgarage am Burgwall, berichtet Peukmann.Stündliche Kontrollen

"Das ist ein immerwährender Kampf", sagt der SBB-Chef, der jetzt das Personal erhöht hat. Stündlich, wenn nicht gar halbstündlich machen seine Mitarbeiter Kontrollgänge, entfernen in Schutzkleidung die Spritzen, setzen Junkies vor die Tür - notfalls auch mit Hilfe der Polizei.

Die Ursache des Problems ist bekannt: Weil die Polizei den Kontrolldruck in der Nordstadt erhöht hat, haben sich Teile der offenen Drogenszene weiter nach Süden in die City verlagert.Fluchttür zum Hiltropwall

In der Tiefgarage Stadttheater soll voraussichtlich eine Fluchttür zum Hiltropwall das Problem entschärfen. "Das bedeutet, die Kunden können zu jeder Zeit raus", erklärt Peukmann. Aber - zumindest in den Abendstunden - niemand an dieser Stelle hinein. Erst jeweils 20 Minuten vor Schluss einer Theatervorstellung, würden die Türen wieder geöffnet. Auch wenn das für andere Kunden eine Einschränkung bedeute, räumt der SBB-Chef ein, hoffe er darauf, dass sie das für mehr Sicherheit in Kauf nehmen.

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