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Paukenschlag zum Jubiläum

DORTMUND Eigentlich war es nicht nur der 100. Geburtstag der Museumsgesellschaft, den die Museumsfreunde am Freitag im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) feierten, sondern noch fünf weitere runde Geburtstage.

125 jähriges Bestehen feierte das MKK und Silberjubiläum an der Hansastraße. Zehn Jahre gibt es die Stiftung MKK, seit 20 Jahren die Tochter Kochbuch-Museum. Ebenso lange währt die Dienstzeit von Museumschef Wolfgang E. Weick, Harald Heinze, Vorsitzender der Museumsgesellschaft ist zehn Jahre Vorstandsmitglied. Um 19.50 Uhr übergab Harald Heinze dem Museumsdirektor den Vertrag, der die 500 Jahre alte Altartafel wieder zurück bringt nach Dortmund. Für 400 000 Euro hat die Museumsgesellschaft das kostbare mittelalterliche Gemälde, das bis vor zehn Jahren als Leihgabe in Dortmund zu sehen war, erworben. Zum ersten Mal seit 70 Jahren ist die Tafel mit den drei zersägten Heiligendarstellungen auf der Rückseite wieder komplett zu sehen. Es ist schönste und wertvollste Geschenk, das die Gesellschaft dem Museum bislang gemacht hat, OB Gerhard Langemeyer sprach von einem „Paukenschlag“, Dr. Martin Hoernes, stellvertretender Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder aus Berlin, betonte, dass die Bedeutung des mittelalterlichen Kunstwerks umso höher sei, weil es von den Bürgern der Stadt gewollt und finanziert wäre. Sonst hätte die Kulturstiftung sich nicht am Kauf beteiligt. Ein Drittel der Kaufsumme hat die Museumsgesellschaft mit den Beiträgen ihrer gut 300 Mitglieder seit 2003 bezahlt, ein Drittel wurde aus Spenden der Bürger und Dortmunder Wirtschaft finanziert, ein Drittel von der Kulturstiftung der Länder. „Überwältigt von der großen Resonanz und der Anteilnahme zum 100. Geburtstag“ war Harald Heinze und appellierte auch: „Öffentliches Engagement kann die öffentliche Förderung nicht ersetzen“. „Herr Heinze, das haben sie gut gemacht“, dankte die Leiterin der Kunstsammlung, Dr. Brigitte Buberl, auf sehr herzliche Art. Ihr kunsthistorisch so fundierter wie spannender Vortrag über den Altar war der Höhepunkt des Festaktes.

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