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Pflegekinder ans Bett gefesselt

Weil sie mehrere Pflegekinder zwischen 2002 und 2004 misshandelt haben soll, ist eine 42-jährige Dortmunderin gestern vor dem Amtsgericht zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem bekam sie ein dreijähriges Berufsverbot, darf in dieser Zeit keine Pflegekinder mehr betreuen. Bis zuletzt hatte die Frau die Vorwürfe vehement bestritten.

Das Gericht hingegen glaubte den Zeugen, die von Misshandlungen berichteten: "Die Angeklagte hat in fünf Fällen - und wahrscheinlich auch in weiteren - Kinder misshandelt, gequält und der Freiheit beraubt", sagte der Richter. Allerdings wollte er der Frau nicht unterstellen, dass sie das tat, weil das "ihre Art" war, sondern: "Wir gehen davon aus, dass sie heillos überfordert war." Denn neben ihren drei eigenen Kindern kümmerte sich die Frau zeitweise um vier bis fünf weitere.

Kleber in Wunde gedrückt

Das Gericht sah es gestern als erwiesen an, dass die Pflegemutter einem der Kinder Erbrochenes wieder in den Mund gestopft hatte. Demselben Kind soll sie in eine stark blutende Platzwunde am Kinn Fingernagel-Kleber gedrückt haben. Ein weiteres Kind musste stundenlang nur mit Unterwäsche im Badezimmer sitzen - als Strafe dafür, dass es sich häufig erbrach. Zudem soll sie zwei der Pflegekinder mit Mullbinden ans Bett gefesselt haben.

Das Gericht stützte sich hauptsächlich auf die Aussagen einer Nachbarin, die die Vorfälle vor Gericht geschildert hatte. "Allerdings", so der Richter, "haben auch andere Zeugen ausgesagt, dass das Verhalten der Angeklagten gegenüber den Pflegekindern nicht so war, wie es sein sollte." Auch dem Jugendamt, das der Frau die Pflegekinder vermittelt hatte, kamen vermehrt Kritik und anonyme Hinweise zu Ohren, so dass es der Frau die Kinder 2004 schließlich wegnahm. if

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