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Phoenix leuchtet wie die Hochofenglut

Hörde Orange wird das Licht sein, in dem Phoenix-West ab nächstem Jahr leuchten soll. "Ein Orange, das an den Verbrennungsprozess im Hochofen erinnert, wie geschmolzener Stahl, wie gleißendes Licht beim Abstich und der Rost der Stahlrelikte, aber auch wie die untergehende Sonne." Farbenfroh und bildreich stellte Uwe Giebeler, Geschäftsführender Gesellschafter des Wettbewerbsgewinners "start.design", im Bürgersaal Hörde das Beleuchtungskonzept für Phoenix- West vor.

Die Geschichte des ehemaligen Industriegeländes erlebbar zu machen, ist ein Ziel des Konzeptes. Als zentrales Element wird der Hochofen mit Funkenleuchten in Szene gesetzt. "Das soll an den Abstich und andere Verhüttungsarbeiten erinnern", erläuterte der Lichtdesigner das stimmungsvolle Licht, in das die Industrieruine getaucht wird. Eine Bildsprache, die auch Bänke vor dem Hochofen aufnehmen.

Wie beim Brechen der Brammen erwecken die Sitzgelegenheiten, die gewalztem Stahl ähneln, durch indirekte orange Beleuchtung den Eindruck, als würden sie glühen. Zusätzlich schaffen unterleuchtete Bäume eine stimmungsvolle Atmosphäre im Umfeld des Hochofens sowie im geplanten Kiefernhain im Landschaftskeil nördlich der Konrad-Adenauer-Allee.

An den Hauptwegen steht das Sicherheitsgefühl im Vordergrund. Deshalb sollen hier rundum abstrahlende Leuchten auch die Bereiche rechts und links neben den Wegen bescheinen.

Um den Phoenix-Platz, das Hochplateau zwischen Phoenix-Halle und großem Schalthaus 101, zusätzlich zu fassen, schlägt Giebeler vor, die Fassaden der prägenden Industriegebäude zu unterfluten und die Fassadenstruktur zusätzlich durch gerichtetes Licht aus den Standleuchten sowie Illumination nicht genutzter Fenster zu betonen.

"Eine tolle Sache, die dem Platz den richtigen Rahmen auch für Veranstaltungen gibt", zeigte sich Bezirksvorsteher Manfred Renno begeistert. Weil die Fassadenbeleuchtung über das von der LEG zu entwickelnde Konzept zur funktionalen Beleuchtung hinausgeht, will er bei Planungsdezernent Ullrich Sierau nun um die Finanzierung werben. Heike Thelen

www.start-design.de

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