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Pläne für das Mengeder Amtshaus geändert

MENGEDE Das Mengeder Amtshaus bekommt eine regelrechte Wartehalle. Stadtdirektor Ullrich Sierau nannte sie am Mittwoch bei der Vorstellung der modifizierten Pläne für Sanierung und Umbau des Amtshauses Mengede eine "kleine Berswordthalle".

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Der Balkon im Obergeschoss wird nun in den Glasbau des Warteraums einbezogen.

Bezirksverwaltungsstellenleiter Michael Konrad führte Stadtdirektor Ullrich Sirau sowie Rats- und BV-Mitglieder zu den vom Umbau betroffenen Stellen des Amtshauses.

Der Rat der Stadt Dortmund hatte die Pläne für die Umgestaltung eigentlich schon am 19. Juni beschlossen, doch im Juli meldete plötzlich der Landeskonservator des Amtes für Denkmalpflege in Westfalen Bedenken an.

Drei Forderungen führten zu einer umfassenden Änderung der Pläne:

  • Die ursprüngliche Struktur des Amtshauses, die Zweiflügeligkeit, soll zukünftig erkennbar bleiben. Daraus ergibt sich, dass der eigentlich für den Abriss vorgesehen Zwischentrakt teilweise erhalten bleiben muss.
  • Die Gefängniszellen und der Bunkerbereich im Sockelgeschoss müssen erhalten bleiben. Praktischerweise liegen diese Räume innerhalb des Grundrisses des Zwischentraktes. Die Seitenwand der Gefängniszellen ist demnächst die neue Außenwand.
  • Der Balkon auf der Rückseite des Amtshauses darf nicht überbaut werden, damit dieser zukünftig erkennbar bleibt.

Dieser Vorgabe der Denkmalschützer wurden die Architekten gerecht. Im Obergeschoss wird es einen mit Glas umbauten Warteraum geben. Dieses Glaselement wird nun einfach eine Etage höher gezogen, um den Balkon herum. Aus dem Wartesaal wird eine Wartehalle. Durch den Eingriff der Denkmalschützer ändert sich auch der Grundriss des neuen Amtshauses. Die Architekten nutzten diesen zusätzlichen Raum für einen neuen rund 85 Quadratmeter großen Besprechungsraum, der den Trauungssaal entlasten soll.

Des weiteren gibt es feine Änderungen bei der Gestaltung der Fassade. Die neue Eingangstür wird dem historischen Vorbild ähnlich sehen. Auch das große Frontfenster des Trauungssaales soll an die ursprüngliche, historische Situation erinnern. Der neue Sitzungssaal bekommt ebenfalls ein großes Fenster, das genauso wie das alte gestaltet wird. Gute Nachricht für den Säckel der Stadt: Trotz der Änderungen bleiben die Kosten für den Umbau stabil.

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