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Planen statt reagieren

Ziele und Vorteile eines kommunalen Wohnkonzepts diskutierten gestern mehr als 70 Teilnehmer der Bilanzveranstaltung "Masterplan Wohnen" im Rathaus.

Planen statt reagieren

<p>Problemfälle wie die Hannibal-Siedlung in Dorstfeld soll ein kommunales Wohnkonzept verhindern helfen. Archiv Menne</p>

Praktische Beispiele aus Kiel und Hamm veranschaulichten die Möglichkeiten, die ein solcher Plan bietet. "Wenn wir in Zukunft steuernd eingreifen wollen, dann brauchen wir so ein Konzept", machte Hans-Peter Neuhaus deutlich. Der Leiter des Amtes für Wohnungswesen verwies auf Quartiere, die sich schon heute problematisch entwickelten. "Es reicht nicht mehr, nur zu reagieren."

Ein Wohnkonzept soll Entwicklungen langfristig steuerbar machen. Das spare letztendlich Personal und Kosten, weil ein Krisenmanagement überflüssig werde, so Neuhaus. Wenn Rat und Verwaltungsvorstand den Auftrag erteilen, soll die operationale Arbeit im kommenden Jahr starten.

Kein starres Konzept stellen sich die Vertreter von Verwaltung, Dortmunder Wohnungswirtschaft, Mietervereinigungen und Wissenschaft vor, sondern ein flexibles Instrumentarium, was auf die verschiedenen Quartierstypen zugeschnitten ist, wie beispielsweise Arbeitersiedlung oder Bebauung aus den 30er und 40er Jahren.

Auch für die Kooperation von Wohnungswirtschaft, Verwaltung und Mietervertretungen versprachen sich die Teilnehmer der Veranstaltung durch ein Wohnkonzept viele Vorteile. "Wir können nicht erwarten, dass die Privatwirtschaft investiert, wenn sie keine Verlässlichkeit bei den Rahmenbedingungen hat", erklärte Stadtdirektor Ullrich Sierau. Ein kommunales Wohnkonzept schaffe laut Neuhaus Transparenz und damit Vertrauen. rie

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