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Podiumsdiskussion: "Wenn es am Schönsten ist"

DORTMUND Innovation und Medienentwicklung, so die Themen der Podiumsdiskussion. Aber natürlich musste zuerst die Frage nach dem persönlichen Zeitsprung von Werner Müller kommen. „Ich habe meinen Job erledigt“, antwortete der Evonik-Chef, der Donnerstag seinen Rücktritt zum Jahresende bekannt gegeben hatte. „Und wenn es am Schönsten ist, soll man gehen.“

Podiumsdiskussion: "Wenn es am Schönsten ist"

Vier Fachleute, eine Meinung: Lokale Nachrichten und Anzeigen bleiben spannend. Über die Zukunft der Zeitung, aber auch über Innovationen in der Medienbranche diskutierten (v.l.) Verleger Lambert Lensing-Wolff, Minister Prof. Andreas Pinkwart, RN-Chefredakteur und Moderator Wolfram Kiwit sowie Evonik-Chef Dr. Werner Müller.

Ehrlich, offensiv, humvorvoll – auf der Bühne mit riesigen Papierrollen als passende Requisite spielten sich Minister Andreas Pinkwart, Werner Müller und Verleger Lambert Lensing-Wolff die Bälle zu. „Natürlich sind wir auf dem besten Wege zum NRW-Innovationsland“, betonte der Landesminister. Er lobte Dortmund und die Investionen der Verlegerfamilie. „Der Westfalenmetropole kommt in unserem Land eine Vorreiter-Rolle zu, wenn es um Forschung und Bildung geht.“

Mit dem scheidenden Evonik-Boss war sich Andreas Pinkwart einig, dass das Land Bildung und Forschung braucht. „Nur so bekommen wir die besten, weil innovativsten Köpfe. Und die müssen wir mit einem Stipendium für Begabte fördern“, sagte der Politiker. Werner Müller sparte nicht mit Lob für seinen Podiums-Nachbarn. „Ich kann nur sagen: Andreas Pinkwart ist einer der fähigsten Männer im Ministerium“, erklärte Werner Müller – und fügte süffisant hinzu, „nicht alle in Düsseldorf sind so toll.“

Verleger Lambert Lensing-Wolff bekräftigte, was sein Vater in seiner Begrüßungsrede hervorgehoben hatte. „Wir glauben fest an die Zukunft des gedruckten Wortes. Deshalb investieren wir so viel Geld in unsere Druckstandorte Dortmund und Münster. Aber natürlich wird sich unser Haus auch weiterhin multimedial engagieren.“ In einer pointierten Rede hatte Florian Lensing-Wolff zuvor unterstrichen, dass sich das Medienhaus den neuen Herausforderungen der Medienentwicklung stellen und sie meistern wird. Er selbst verriet mit Augenzwinkern, dass seine Enkel ihm den Internetzugang erleichtert hätten.

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