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Tod im Gewahrsam

Polizeipräsident weist Rassismus-Vorwürfe zurück

DORTMUND Bestürzt hat Polizeipräsident Norbert Wesseler auf den Tod des 45-jährigen Gambiers Ousman Sey reagiert. Dieser war am Samstagmorgen im Polizeigewahrsam zusammengebrochen und im Krankenhaus gestorben. Wesseler und Feuerwehr-Chef Dirk Aschenbrenner weisen Rassismus-Vorwürfe zurück.

Polizeipräsident weist Rassismus-Vorwürfe zurück

Kebba Yeng (l.) und Ebou Sey (r.) mit dem Foto ihres toten Freundes beziehungsweise Bruders Ousman Sey.

Auch Feuerwehr-Chef Dirk Aschenbrenner kündigt eine Aufklärung des Falles an. Die Rettungssanitäter kamen von der Feuerwache 1. Sämtliche Unterlagen, auch die Notruf-Protokolle, wurden bereits zusammengestellt. Nach bisherigen Erkenntnissen seien die Einsätze wie in vergleichbaren Fällen gelaufen. Die Feuerwehr sehe „überhaupt keinen Anlass“ für den Verdacht, dass Sey aufgrund seiner Hautfarbe nicht richtig behandelt worden sei, so Aschenbrenner. In einer Mitteilung erklärte Polizeipräsident Norbert Wesseler: "Der überraschende Tod des Dortmunders Ousman Sey macht uns alle, insbesondere die eingesetzten Beamten und mich, sehr betroffen. Unser Mitgefühl über diesen tragischen Verlust gilt der Familie und den Freunden des Verstorbenen."

Verwandte und Bekannte des Toten hatten am Montag die Vermutung geäußert, dass bei Sey Hilfe unterblieben sein, weil dieser schwarz ist. Das bestreitet Wesseler vehement: "Ich weise entschieden die Unterstellung zurück, die Polizeibeamten hätten aufgrund der Hautfarbe des Dortmunders keine medizinische Hilfe geleistet oder angefordert. Dieser Vorwurf trifft die Polizei Dortmund sehr, da der Eindruck erweckt wird, rassistische Motive hätten beim Vorgehen der Beamten eine Rolle gespielt", so der Polizeipräsident.Wesseler weiter: "Wir unterscheiden nicht nach Hautfarbe, Religion oder Herkunft. Ein solcher Vorwurf entbehrt jeder Grundlage. Dort wo die Polizei einschreitet, dort wo wir helfen, wo wir unserem gesetzlichem Auftrag nachgehen, hat Rassismus keinen Platz!"

Weiter erläuterte der Präsident: "Nach dem, was ich bisher weiß, kann ich kein Fehlverhalten meiner Beamten erkennen. Wir bitten um Verständnis, dass es uns die laufenden Ermittlungen im Moment nicht erlauben, weitere Details zu veröffentlichen. Die Polizei Dortmund wird alles zur Aufklärung dieses tragischen Falles tun."

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