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Zu aggressiv

Problem-Kater Lobo wurde eingeschläfert

DORSTFELD Als Fundtier kam Kater Lobo im Juli 2013 ins Dortmunder Tierheim. Drei mal innerhalb eines halben Jahres wurde er vermittelt und dreimal wieder zurückgebracht. Nach dem letzten Vermittlungsversuch hat das Tierheim eine Schadensersatzklage über 60.000 Euro am Hals. Nun wurde bekannt: Der Problem-Kater ist bereits im Jenseits.

Problem-Kater Lobo wurde eingeschläfert

Kater Lobo wurde bereits am 29. Januar 2014 eingeschläfert.

Der nicht einmal drei Jahre alte Lobo wurde am 29. Januar 2014 eingeschläfert. Die Ethikkommission des Dortmunder Veterinäramtes hat damals diesen Beschluss gefasst, nachdem der Kater auch verhaltensauffällig und aggressiv gegenüber den Tierpflegern geworden war. Das teilte Stadtsprecherin Anke Widow auf Anfrage mit.

Zuletzt hatte das Tier eine heute 60-jährige Dortmunderin unmotiviert ins rechte Handgelenk gebissen und sie damit acht Monate außer Gefecht gesetzt, sodass sie nicht arbeiten konnte. 

60.000 Euro Schmerzensgeld

Dortmunderin verklagt Stadt nach Katzenbiss

DORTMUND Eine Dortmunder Katzenhalterin hat die Stadt auf 60.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Vor zwei Jahren hatte sie Kater "Lobo" aus dem Tierheim geholt. Nur einen Tag später soll sich das Tier in ihrem Unterarm verbissen und sie schwer verletzt haben. Jetzt will das Gericht Zeugen befragen.mehr...

Am 2. Januar 2014 hatte sie Lobo für 50 Euro aus dem Tierheim geholt. Er wurde ihr als „lieber, verschmuster Kater“ beschrieben, der aber Rückzugsmöglichkeiten brauche.

Nach dem Biss brachte die Dortmunderin das Tier am 9. Januar ins Tierheim zurück. Das war bereits der dritte erfolglose Vermittlungsversuch. Der erste endete am 12. September 2013 nach zweieinhalb Monaten. Nach der zweiten Vermittlung am 9. November 2013 kehrte Lobo bereits zwei Wochen später ins Tierheim zurück.

Lobo braucht Rückzugsmöglichkeiten 

Unmittelbar nach der dritten Beißattacke, die mittlerweile zur Schadenersatz-Klage führte, wurde Lobo auf der Internetseite des Tierheims weiterhin als "lieber verschmuster Kater" beschrieben, aber nun mit dem Zusatz: „Leider hat er auch schon mehrmals gebissen (ohne große Vorwarnung), sodass die Leute ins Krankenhaus mussten. Am besten ist ein Zuhause als Einzeltier, mit Freigang und ohne Kinder. Lobo braucht Rückzugsmöglichkeiten.“

Lobo wurde wegen seines extremen Verhaltens ein Fall für die wöchentlich tagende Ethikkommission, der ein Vertreter des Veterinäramtes, ein Vertragstierarzt des Tierschutzvereins, der Tierheimleiter und der jeweils zuständige Tierpfleger angehören. 

Selten solches Problemverhalten

Laut Dr. Richard Wurm, Leiter des Veterinäramtes, muss sich die Ethikkommission mit solch einem Problemverhalten, möglicherweise verursacht durch Stoffwechselstörungen, Leberschäden oder Gehirntumore, nur selten befassen: „Das liegt pro Jahr im einstelligen Bereich.“ Das Organische lasse sich abklären, doch „wir können dem Tier nicht in die Psyche gucken“. Bei unvermittelbarer Aggressivität erlaube es das Gesetz, das Tier einzuschläfern.

Im Regelfall, so Wurm, würden die Tierpfleger die Katzen nach intensiver Beobachtung gut kennen, allerdings könnten sie sie nur bezogen auf ihr Verhalten im Tierheim charakterisieren. Auch wenn die Tierpsychologie auf dem Vormarsch sei – „wir sind nicht Dr. Doolittle. Wir können mit den Tieren nicht sprechen.“

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