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Phoenix-West

Raser rasten nicht – Polizei führt Benzingespräche am Straßenrand

DORTMUND Bei einer Kontrolle in der Dortmunder Innenstadt und auf Phoenix-West in Hörde wollte die Polizei gefährliche Raser ausbremsen. Doch die Problem-Fahrer standen schon selbst auf der Bremse. Dabei half das Internet.

Raser rasten nicht – Polizei führt Benzingespräche am Straßenrand

Dieser Nissan ist ein Serienmodell. Viel zu beanstanden gab es nicht.

In diversen Whats-App-Gruppen posteten Ostwall- und Phoenix-West-Fahrer, dass die Polizei unterwegs sei. Von da an blieb es ruhig. Die Polizei hatte ihr Ziel damit erreicht. Denn in Nordrhein-Westfalen ist zu hohes Tempo der Killer Nummer 1. Unter den Rasern fallen immer wieder Fahrer mit PS-Monstern auf. Ein Polizeihauptkommisar über die Leistung: „Wir haben mal sechs Autos angehalten. Das Schwächste hatte 382 PS.“ PKW mit bis zu 600 PS seien begehrt.

Tipps für Motorradfahrer

Da die Raser am Freitagabend für ihre Verhältnisse im Schneckentempo unterwegs waren, blieb der Polizei die Zeit für „Benzingespräche“: Ein Kradfahrer schnappte sich eine Gruppe junger Motorrad-Freaks, plauderte mit ihnen über die Sicherheitsausstattung der Textilien und gab Tipps für bessere Bleuchtung. Der 61-Jährige kam gut an bei den Jungs.

Ein Fahrer mit heruntergelassenen Fensterscheiben und lauter Musik durfte nur eine Runde mit lässiger Armhaltung auf dem Türrahmen übers Areal in Hörde düsen – dann stoppte ein Motorradfahrer den Krachmacher. Wegen Lärmbelästigung. Immer mehr Bürger selbst aus der Innenstadt beschweren sich am späten Abend und nachts über die Bässe der aufgedrehten Musikanlagen. Mehr über die Kontrollen der Polizei und die Reaktion der Fahrer und Zuschauer in diesem Video.

Rasern es so ungemütlich wie möglich machen

Polizeikontrolle auf Phoenix-West in Hörde

Fachgespräch mit jungen Motorradfahrern am Straßenrand. Die Polizei stellt sich als kompetenten Ansprechpartner vor.
Polizeikontrolle auf Phoenix-West in Hörde.
Klare Botschaft eines jungen Fahrers.
Umstellt von Zuschauern auf Phoenix-West: Ein von der Polizei kontrollierter Nissan Skyline.
Fahrzeugkontrolle mit Blick in den Motorraum: Die Polizisten müssen technisch mitreden können.
Bei diesem vor allem in Japan begehrtern Nissan Skyline sieht die Polizei genauer. Am Ende sind keine gravierenden Mängel festzustellen - nur Kleinkram.
Polizeikontrolle an einem Nissan Skyline auf Phoenix-West in Hörde. Die Untersuchung zieht neugierige Blicke.
Polizeikontrolle auf Phoenix-West in Hörde. Raser gingen der Polizei diesesmal nicht ins Netz.
Dieser Nissan ist ein Serienmodell. Viel zu beanstanden gab es nicht.
Zwei von der Tuning-Szene Ruhr. Für sie ist Phoenix-West ein beliebter Treffpunkt.
Diese Straße an den "Tribünen" (links) ist gesperrt worden. Hier hatten Raser Benzin auf die Fahrbahn geschüttet, um die Reifenhaftungbeim Start zu einem Rennen zu verbessern.
Fachgespräch zwischen einem Polizeihauptkommissar und einem jungen Fahrer am Straßenrand.
Tuner-Treff auf Phoenix-West in Hörde.
Benzingespräch über einer Oldtimer: Polizeihauptkommissar Immanuel Noske plaudert mit einem Mercedes-Besitzer über wichtige Details.

Die Kontrolle am Freitag in Dortmund war nicht die letzte dieser Art: Die Polizei will es Rasern so ungemütlich wie möglich machen. „Wir wollen keinen Toten“, sagt der Leiter der Polizeiinspektion 1, Edzard Freyhoff, über das Ziel. Denn Unfälle gab es auf Phoenix-West schon genug. Polizeihauptkommissar Immanuel Noske vom Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei ist einer der Tuning-Spezialisten der nordrhein-westfälischen Polizei. Er fordert dazu auf, zwischen Rasern und Tunern genau zu unterscheiden und nicht alle in einen Topf zu werfen.

HÖRDE Sie investieren viel Zeit und Geld in ihre Autos: Für die Mitglieder der "Tuning-Liebe Dortmund" ist die Hochofen-Kulisse auf Phoenix-West in Hörde ein Stammtisch unter freiem Himmel. Doch wer in der Gruppe sein Limit nicht kennt, fliegt schnell wieder raus.mehr...

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