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Regenbogenbrücke muss weichen - B1 gesperrt

DORTMUND Achtung Autofahrer: Die B1 ist in Dortmund an diesem Sonntag in beiden Fahrtrichtungen zwischen dem Kreuz Dortmund-West bzw. der Abfahrt Dorstfeld und der B54 komplett gesperrt. Grund ist der Abriss der Fußgängerbrücke nahe der Universität.

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Die Regenbogenbrücke in alter Pracht

Letzte Erinnerungsbilder machte Lichtkünstler Thomas Haagen am Freitag von "seiner" Regenbogenbrücke.

Die Sperrung begann bereits am Samstagabend um 22 Uhr und endet am frühen Montagmorgen um 5 Uhr. Unter die Baggerschaufeln kommt in dieser Zeit die so genannte Regenbogenbrücke, die als Lichtkunstwerk wegen ihrer farbenfrohen Geländerbeleuchtung berühmt geworden ist und es sogar bis ins Guiness-Buch der Rekorde geschafft hat. Bis zur offiziellen Anerkennung durch die Behörde hat es allerdings lange gedauert.  Am 7. August 1987 bemalten die Künstler Thomas Haagen, Mike Etienne und Mario de Bellis ohne Genehmigung in einer „Nacht- und Nebelaktion“ die Plexiglasabdeckungen der Brückenbeleuchtung mit Glas-Transparentfarben und verwandelten den Überweg so in einen Regenbogen. Anzeigen drohten, die VEW entfernte die farbigen Leuchten und der damals zuständige Landschaftsverband lehnte eine Genehmigung der Lichtgestaltung ab – mit der Begründung, ältere Autofahrer könnten dadurch irritiert werden. Doch die Künstler ließen nicht locker, gestalteten zwischenzeitlich sogar sieben Regenbogenbrücken über die B1 und bekamen viel Beifall in der Öffentlichkeit. Am Ende wurde dank der Fürsprache u.a. des damaligen Stadtdirektors Klaus Fehlemann und von Oberbürgermeister Günter Samtlebe die Regenbogenbrücke an der Uni „offiziell geduldet“. Bis zuletzt hat sich Thomas Haagen um das Lichtkunst-Objekt gekümmert und die Farben regelmäßig erneuert – bis er jetzt von den RN über den unmittelbar bevorstehenden Abriss wegen des B1-Ausbaus erfuhr.

„Ich als Künstler wurde dabei nicht gefragt“, bedauert Haagen. Doch immerhin gibt es für ihn den Trost, dass das Werk inzwischen bei den Behörden anerkannt ist. Denn auch die neue Fußgängerbrücke, die als Ersatz entsteht, soll nach dem Konzept der städtischen Tiefbauer als Regenbogen leuchten – dann mit moderner LED-Technik. „Meine Idee“, stellt Haagen fest. „hat sich bewährt.Der neue 1,4 Mio. Euro teure neue Fußgängerüberweg wird in den nächsten Monaten gebaut. Ein Neubau vor dem Abriss der alten Brücke war nicht möglich, weil die künftige B1-Fahrbahn tiefer liegt und so auch die Brücke niedriger ist. So lange der Verkehr über die alte B1-Fahrbahn rollt, hätte es deshalb Probleme mit der Durchfahrtshöhe gegeben, erklärt Guido Meinzer von Straßen.NRW. Ab 9. September wird der Verkehr nach und nach auf die neue Trasse und die neue Schnettkerbrücke verlegt. Die neue Fußgängerbrücke soll dann am 28. Oktober freigegeben werden. Bis dahin müssen Fußgänger und Radfahrer den Umweg über den Vogelpothsweg nehmen.

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