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Verletzter Bussard muss eingeschläfert werden

Rettungsaktion in Westerfilde bleibt ohne Happy End

Dortmund Sarah Dumblus hilft beim Spaziergang mit ihrem Hund einem verletzten Bussard, doch trotz aller Bemühungen kann sie sein Leben nicht retten.

Rettungsaktion in Westerfilde bleibt ohne Happy End

Völlig apathisch saß der Bussard neben dem Waldweg. Foto: Sarah Dumblus

Am Freitagnachmittag war die 32-jährige Sarah Dumblus mit Hund „Django“ im Westerfilder Wald spazieren, als der Kangalmischling plötzlich anschlug. „Ich habe geguckt, warum er bellt.

Als ich den Greifvogel knapp einen Meter vom Weg entfernt sitzen sah, habe ich mich erst ziemlich erschreckt und dann darüber gewundert, dass er nicht weggeflogen ist, obwohl Django ihn angebellt hatte.“ Dass es sich um einen Bussard handelte, habe sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewusst.

Der Vogel saß merkwürdig da

„So merkwürdig wie der Vogel da saß, habe ich mir dann gedacht, dass er womöglich verletzt sei“, sagt die 32-Jährige. Daher habe sie nach der Telefonnummer des Revierförsters gegoogelt. „Der hat mir aber gesagt, dass es sich ja um ein Wildtier handelt und da könne man nichts machen.“

Rettungsaktion in Westerfilde bleibt ohne Happy End

Zum Transport hüllte Sarah Dumblus den Vogel in eine Decke und setzte ihn in einen Karton. Foto: Sarah Dumblus

Doch damit wollte sich Sarah Dumblus nicht zufriedengeben. Also googelte sie weiter und landete schließlich bei Gudrun Hartisch vom Nabu (Naturschutz-Bund), die sich in der Greifvogel-Auffangstation im Dorstfelder Tierheim engagiert. „Frau Hartisch hat gesagt, dass sie vorbei kommen und den Vogel abholen würde. Sie bat mich aber gleichzeitig, dass Tier möglichst schon mal mit zu mir nach Hause zu nehmen.“

Ein Karton und eine Decke für den Transport

Sofort holte Sarah Dumblus Karton und Decke für den Transport. Die Frage, ob der Greifvogel nach ihr gehackt oder er Laute von sich gegeben habe, als sie ihn anfassen wollte, verneinte sie. „Er war so sehr geschwächt, dass er völlig apathisch alles über sich ergehen ließ.“

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Wenig später traf dann Gudrun Hartisch ein und erklärte, dass es sich um ein junges Bussardmännchen handeln würde. „Ich habe Frau Dumblus aber da schon gesagt, dass man das Tier einschläfern müsse, wenn ein Fang gebrochen sei“, so Gudrun Hartisch. Die Untersuchung durch eine Tierärztin bestätigte das. „Er hatte einen Trümmerbruch im Knie“, so die 61-jährige Naturschützerin.

Der Bussard war ziemlich abgemagert und sehr geschwächt

Wie der Vogel sich die Verletzung zugezogen haben könnte, da kann Gudrun Hartisch nur spekulieren: „Er war ziemlich abgemagert und sehr geschwächt. Daher kann es sein, dass er nicht mehr richtig aufsteigen konnte und so mit einem Auto zusammengeprallt ist.“

Als Sarah Dumblus von uns erfuhr, dass der Bussard eingeschläfert werden musste, meinte sie: „Oh, nein. Das ist traurig.“

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