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Die Freie Ritterschaft von Bram lud ein

Ritterkampf und Krämerei

HÖRDE Wer ein Faible für mittelalterliche Spektakel hat, der kam am Wochenende auf dem Neumarkt auf seine Kosten. Als der Nieselregen aufhörte, wurde es ein buntes, teils gruseliges Erlebnis für die Besucher.

Ritterkampf und Krämerei

Gevatter Tod begrüßte in Rüstung die kleinen und großen Besucher.

Denn das Wetter hätte den Kämpfer einen Strich durch die Rechnung machen können.

Bei Nässe kein Kampf

Wenn es zu rutschig ist, werden wir unsere Kampfdarbietungen nicht zeigen können“, befürchtete Norbert Meyer von der „Freien Ritterschaft von Bram, Ritter der Grafschaft und Freien Reichstadt Dortmund“ eingangs. Immerhin treten die Hobby-Ritter mit echten, leicht abgestumpften Schwertern an. „Die Gefahr von Verletzungen wäre zu groß.“

Bühne frei fürs Spektakel

Doch die Wolken verzogen sich, machten die Bühne für das Spektakel frei. Meyer, alias „Wieland vom Hombroike, dem Schmied“, eröffnete das „Spektakulum“ unter dem großen Jubel des verehrten Volkes.

Auf Einladung des Vereins „Wir am Hörder Neumarkt“ schlugen die Brambauer sogleich junge Knappen zum Ritter, belohnten sie mit einem historischen Silbertaler und einer Urkunde.

Mittelalterfest

Rustikale Leckereien gab es auch.
Auch Kinder und Jugendliche tauchten mit Kostüm tief in die mittelalterliche Welt ein.
Kampfgeist zeigten die beiden Ritter bei ihrem Schaukampf.
Weniger gefährlich war der Kampf mit dem Holzschwert.
Mittelalterliche Atmosphäre mit Flagge.
Der Tod wartet auf seinen Auftritt.
Fachsimpeleien gehören dazu.
Den Ritterschlag gab es schon für die Jüngsten. Sie bekamen eine Urkunde.
Wer wollte, konnte eine Schandgeige erstehen.
Handschlag mit Gevatter Tod.
Spinnen ist eine Kunst.
Eine Urkunde besiegelt den Ritterschlag.
Echte Kreuzritter.
Wieland von Hombroike alias Norbert Meyer eröffnete das Spektakel.
Viel buntes Volk belebte den Neumarkt.

So in den Ritterstand erhoben machten sich jene gleich auf, sich im Schwertkampf – mit Holz-Waffen – zu messen oder beim Tanz um die Burgfräulein zu buhlen. Um den Nachwuchs muss man sich bei der „Freien Ritterschaft von Bram“ keine Sorgen machen.

Ritter Jupp mit 938 Jahren

Vom Zweijährigen über Schüler bis hin zu Jugendlichen sind alle Altersklassen vertreten. Selbst Ritter Jupp, der Älteste seiner Zunft, ließ es sich nicht nehmen, mit 938 Jahren dem Neumarkt seine Aufwartung zu machen. Wegen seines Alters jedoch nur noch in Form eines Skeletts. Mit Spaßeinlagen wie diesen hatten die Rittersleut´ auch ihre Showelemente wie Schwert- und Axt-Kampf ebenso garniert wie Box- und Ringen-Einlagen.

Alte Handwerkskunst

Zudem boten sie „Krämereien“ sowie „Zinnereien“, wie Kreuze, und „Schandgeigen“ feil. Letztere sind hölzerne Fesseln, die vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit verwendet wurden. Sie umschließen Hals und Handgelenke der zu fesselnden Person, wobei sich die Hände hintereinander vor dem Körper befinden. Auf dem Neumarkt kamen sie nicht zum Einsatz. Dort wurden das Mittelalter und alte Handwerkskünste wie das Spinnen einfach nur gefeiert.

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