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Besucher verärgert

Rollstuhl-Aufzug im Cinestar ausgefallen

Dortmund 20 Jahre nach Eröffnung des Großkinos Cinestar ärgern sich Besucher immer mehr über den Zustand des Gebäudes. Es müsse dringend investiert werden. Zu allem Überfluss ist nun auch der Fahrstuhl ausgefallen, mit dem Rollstuhlfahrer in Kinosäle gelangen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Rollstuhl-Aufzug im Cinestar ausgefallen

Im Dortmunder Großkino Cinestar gibt es einen großen Sanierungsstau. Foto: Gregor Beushausen

Können Rollstuhlfahrer aktuell nicht mehr ins Kino?

Doch, heißt es bei Cinestar. Allerdings nur „eingeschränkt“ und unter erschwerten Umständen. Es gibt noch einen zweiten Aufzug in dem Gebäude. Das Problem ist nur: Für bestimmte Bauarten von Rollstühlen ist der Aufzug gar nicht nutzbar.

Hinzu kommt, dass dieser Fahrstuhl auf anderen Ebenen hält als sein defektes Pendant. Rollstuhlfahrer benötigen mindestens eine Begleitperson, die ihnen hilft und sie trägt. „Wenn jemand mit einer Begleitperson in das Kino kommt, ist das aktuell kein Problem“, lässt Cinestar auf Anfrage unserer Redaktion mitteilen.

Was ist denn mit dem Rollstuhl-Aufzug los?

Nach Angaben von Cinestar ist eine Hauptsteuerplatine kaputt und muss komplett gewechselt werden. Das Ersatzteil sei beim Hersteller angefordert, es gebe aber noch keinen bestätigten Liefertermin.

Das heißt im Klartext: Auch bei Cinestar vermag derzeit niemand zu sagen, wann der Fahrstuhl wieder in Betrieb geht.

Ein Defekt kann immer mal auftreten. Warum machen viele Besucher des Cinestar ihrem Ärger in den sozialen Netzwerken so sehr Luft?

Das hängt mit dem Allgemeinzustand des 20 Jahre alten Multiplexkinos zusammen. Extrem viele Besucher beschweren sich über die ihrer Meinung nach zu hohen Preise, bemängeln „schmuddelige Toiletten“ und „durchgesessene Sitze“.

Da passt das Malheur mit dem Fahrstuhl für viele ins Bild. In der Stadtverwaltung wird bereits seit Langem kritisiert, das Kino schiebe einen erheblichen Sanierungsstau vor sich her. Das merken die Besucher mehr und mehr.

Vor Kurzem ist doch der Mietvertrag verlängert worden. Gibt das nicht Anlass zur Hoffnung, dass endlich etwas geschieht?

Im November 1997 ist das 14 Säle und 3700 Plätze große Kino eröffnet worden. Der damalige Mietvertrag hatte eine Dauer von 20 Jahren - die sind jetzt abgelaufen. Im August ließ die Cinestar-Gruppe mitteilen, dass sie den Vertrag um weitere zehn Jahre bis 2027 verlängert habe. Bereits damals schien den Akteuren klar zu sein, dass sie etwas tun müssen. Sie kündigten für Oktober eine Begehung des Hauses an.

Die hat tatsächlich stattgefunden. Was dabei am Ende herauskommt, bleibt erst einmal offen. Auf Nachfrage lässt Cinestar lediglich mitteilen, man werde sich „Anfang 2018“ dazu äußern. Gleiches gilt im Übrigen auch für die leerstehenden Gewerbeflächen, die schon von außen zu erkennen sind. Man bemühe sich, durch neue Konzepte ergänzende Angebote auf den Untermietflächen zu schaffen, hieß es damals. Auch dazu herrscht aktuell Schweigen.

Wer ist denn verantwortlich dafür, dass ins Haus investiert wird?

Für die Inneneinrichtung des Kinos, beispielsweise für die Sitze in den Kinosälen, auch für optische Verschönerungen, ist die Cinestar-Gruppe als Betreiber des Multiplex zuständig.

Geht es um bauliche Veränderungen, etwa an den Eingangsbereichen oder an Belüftungs- und Heizungsanlagen, kommt der Gebäudeeigentümer ins Spiel: ein geschlossener Fonds der DG Immobilien-Anlagegesellschaft „Cinestar Dortmund“ Kreft & Dr. Neumann KG in Frankfurt. Punktuelle Verbesserungen reichen nicht mehr, sagen Kenner der Kinoszene. Das Haus benötige eine umfassende Sanierung.

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