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Kultur im Spiegelzelt

Ruhrhochdeutsch startet mit Neuerungen im Programm

DORTMUND Sieben Tage hat Horst Hanke-Lindemann noch Zeit, das Spiegelzelt für die Ruhrhochdeutsch-Saison herzurichten. Bis zum 13. Oktober stehen in 110 Veranstaltungen rund 100 Künstler auf der Bühne zwischen U-Turm und Rheinischer Straße.

Ruhrhochdeutsch startet mit Neuerungen im Programm

Sinnbild des Veranstalter-Trios im LKW vorm Spiegelzelt: Mit seinem Stück »Bullezeirevier« presslufthämmert Bruno Knust (l.) die Pointen aus dem Polizei-Alltag, Koch Franz Josef Leuthold schwingt in der Küche das Szepter und Horst Hanke-Lindemann stapelt 100 Künstler und 110 Veranstaltungen ins Programmheft.

In die dritte Spielzeit geht der künstlerische Leiter Hanke-Lindemann mit dem großen Kabarett-Festival, das die Ruhr Nachrichten mit präsentieren. Acht der 110 Programme sind Premieren, weitere Neuerungen gibt es auch.  

 Nach dem „Weißen Rüssl“ in 2011 stellt Bruno Knust nun seine zweite Spiegelzelt-Eigenproduktion auf die Bühne: Das „Bullezeirevier“ erzählt vom Tatort Dortmund. Knust strickt aktuell noch an den Details, verspricht aber unter dem Motto „Ein Abend, fünf Schimanskis“ spitze Dialoge zwischen den Kommissaren und den „Streifenhörnchen“. Neben Kuriosa aus Politik, Wirt- und Gesellschaft nimmt Knust auch die Fachsprache der Uniformierten auf die Schippe. Eins seiner Lieblings-Beispiele: „Weiß ist ein konstantes Un-Bunt“, habe ein Polizist ihm gegenüber mal geäußert. Premiere am 17.9., danach elf weitere Termine bis 7.10., jeweils 20 Uhr, 22 Euro.  

 An drei Terminen gehen jeweils zwei Kabarettisten aufeinander los. Ruhrpott-Schnauze Bruno Knust misst sich mit dem Punk-Kabarettisten Kay Ray am 29.7. (19 Euro).  Jungspund Kai Magnus Sting fordert Bühnen-Veteran Henning Venske am 23.9. heraus (19 Euro).Scharfzunge Arnulf Rating trifft am 8.10. Satire-Poet Fred Ape – laut Leiter Hanke-Lindemann zum ersten Mal seit 30 Jahren.  

 Sonntags rappelt‘s im Spiegelzelt schon um 15 Uhr: Die Bullemänner stöhnen ihr „Ochottochott!“ (2.9., 19 Euro), Sprachforscher und Kabarettist Kalle Henrich erklärt die hiesige Sprache von unverzichtbaren Vokabeln wie „kannze“ und „bisse“ (9.9., 5 Euro) und beim Tana-Schanzara-Preis treten neun Nachwuchs-Bühnendarsteller gegeneinander an (16.9., Eintritt frei). Den aus 2011 bekannten Tanzpalast mit der Jazz-Fazz-Big-Band gibt es ebenfalls sonntags (29.7., 26.8., 30.9.) immer um 14 Uhr.  

 Was bleibt, ist die Vielzahl an Künstlern, die mitmachen. Und die gute Küche: Mit bis zu 25 Köchen und Kellnern leitet Koch Franz Josef Leuthold vom Restaurant Tante Amanda die Küche unterm Zeltdach.  Geblieben ist auch das Park-Problem. Nachdem 2011 bei den Abendveranstaltungen die Besucher mangels ausgewiesener Parkflächen direkt am Zelt eher kreativ geparkt hatten – und regelmäßig der Abschleppdienst zur Tat schritt – blieb Leiter Hanke-Lindemann in diesem Jahr bei dem Versuch, zusätzliche Parkflächen zu organisieren, erfolglos. Er verweist auf die Stellplätze am Wall und die umliegenden Parkhäuser.

Die "Immer-Preise"


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