Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Staatsschutz ermittelt

Scheibe des Piraten-Büros offenbar beschossen

DORTMUND Die Geschäftsstelle der Dortmunder Piratenpartei ist in der Nacht zu Dienstag attackiert worden. Zwei Scheiben wurden zerstört, vermutlich wurden sie beschossen. Der Staatsschutz ermittelt - die Piraten selbst vermuten eine Attacke von Rechtsextremen. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen.

Scheibe des Piraten-Büros offenbar beschossen

Das Büro der Piraten wurde angegriffen.

Aktualisierung Mittwoch 19.46 Uhr:

Die Polizei Dortmund hat vor wenigen Minuten eine Pressemitteilung zu diesem Vorfall veröffentlicht.  Laut einer Zeugin waren erst schussartige Geräusche zu vernehmen, dann rannte ein Mann in einem dunklen Kapuzenpullover vom Tatort weg. Er stieg in einen dunklen PKW der über die Märkische Straße in Richtung Innenstadt flüchtet, heißt es in der Mitteilung

Am Tatort stellten Polizeibeamte zwei Löcher in der Verglasung zum Büro fest und fanden eine Metallkugel auf. Die Ermittlungen zum Tathergang dauern an.

Ermittler des Dortmunder Staatsschutzes bitten nun um Hinweise von Zeugen. Unter der Rufnummer der Kriminalwache, (0231) 132 7441, können sich Zeugen rund um die Uhr melden.

Aktualisierung Dienstag 15.31 Uhr:

Inzwischen ist eine E-Mail aufgetaucht, die im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Attacke auf das Büro der Piraten stehen könnte.  In dieser Mail, die offenbar an mehrere Institutionen, unter anderem an Vertreter der Piraten geschickt wurde, heißt es: „Gestern Nacht folgte die letzte Warnung“. Man wisse, wo Vertreter von Presse und Politik hausen würden und werde nicht mehr zögern. Der Absender schreibt weiter: „Sonst werden wir euch zum Herrgott depotieren. Ab heute wird zurückgeschossen.“ (Fehler im Original)

Die Polizei gibt an, von mindestens vier Adressaten zu wissen, die diese Mail erhalten haben. Die Ermittlungen sind aufgenommen, hieß es aus dem Polizeipräsidium.

Erstmeldung Dienstag 15.00 Uhr:

Gegen 2.20 Uhr, so gibt es ein Zeuge an, wäre er durch ein Geräusch aufmerksam geworden, es hätte sich angehört, als würde ein Projektil in eine Scheibe einschlagen. Kurz darauf habe er ein zweites Geräusch dieser Art gehört, einen Schuss oder etwas vergleichbares habe er zuvor nicht wahrgenommen. Als er dann aus dem Fenster geschaut habe, habe sich ein Wagen mit hohem Tempo von dem Büro an der Märkischen Straße entfernt.

Torsten Sommer, für die Piraten NRW im Landtag, äußert einen Verdacht. Es gab am Montag eine Demonstration von 45 Rechtsextremen an der Katharinentreppe gegenüber des Hauptbahnhofes. Auch Vertreter der Piratenpartei wären vor Ort gewesen, teilweise hätten sie das Geschehen in der Innenstadt gefilmt.

Sommer: „Ich halte die Attacke für eine Reaktion auf unsere Anwesenheit.“ Der Verdacht einer politisch motivierten Tat liege nahe, da sich die Piratenpartei offen gegen Rechtsextreme engagiere. Sommer weiter: „An sich ist diese Tat ein Teil einer Serie, ein Lokal hier in der Nähe, an dem wir unsere Piraten-Stammtische abhielten, wurde ebenfalls schon beschossen.“

Kleineren Reibereien

Bei der Demonstration am Montagabend war es zu kleineren Reibereien gekommen, den rechtsextremen Demonstranten hatten sich laut Polizeibericht 130 Gegendemonstranten entgegengestellt, darunter 45 Linksextreme. Die Rechten wurden daraufhin von Polizeibeamten zum Bahnhof eskortiert, dabei kam es, so die Polizei, zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen. Schwer verletzt worden sei aber niemand.

Nachts dann also gegen 2.20 der Angriff, der Zeuge alarmierte die Polizei, die Beamten seien dann sehr schnell vor Ort gewesen. Die Spurensicherung war bereits da, aktuell ermittelt der Staatsschutz wegen Sachbeschädigung. Bisher sei eine Metallkugel gefunden worden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Video-Interview

Warum Konstantin Wecker den Dortmunder Knast besuchte

DORTMUND Vor einem Auftritt im Dortmunder Konzerthaus hat der Liedermacher Konstantin Wecker am Mittwoch die Dortmunder Justizvollzugsanstalt besucht - jedoch nicht, um zu singen. Wir haben mit ihm 115 Jahre alten Gefängnis "Lübecker Hof" im Gerichtsviertel gesprochen.mehr...

U-Bahn-Station Kampstraße

37-Jähriger wird Treppe hinuntergetreten

DORTMUND Für einen Dortmunder hat ein Junggesellenabschied mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus geendet. Der 37-Jährige geriet am Samstagabend in der City in einen Streit mit zwei jungen Männern. Einer von ihnen trat ihn schließlich eine Treppe an der U-Bahn-Station Kampstraße hinunter.mehr...

Zur Internationalen Gartenausstellung

Neue Endstation für historische Hansabahn geplant

DORTMUND Bisher ist kurz vor der Franziusstraße Schluss: Weiter fährt die historische Hansabahn vom Nahverkehrsmuseum Bahnhof Mooskamp zurzeit nicht. Zur Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA) könnte sich das ändern. Denn die Gleise verlaufen noch einige Kilometer weiter und könnten genutzt werden.mehr...

Speestraße

Vier Verletzte bei Brand am Hafen - Wohnung unbewohnbar

DORTMUND Bei einem Wohnungsbrand am Hafen sind am Sonntagabend vier Menschen verletzt worden. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses retteten sich durch das Treppenhaus vor den Flammen und dem Rauch. Die Brandwohnung bleibt vorerst unbewohnbar.mehr...

Gratis-Konzert des Schlagersängers

Jürgen Drews singt Samstag in der Thier-Galerie

DORTMUND Es gibt mal wieder Promi-Besuch in der Thier-Galerie: Schlager- und Ballermann-Sänger Jürgen Drews ist am Samstag (21.10.) für ein Stündchen zu Gast in Dortmunds großem Einkaufscenter in der City. Der selbsternannte "König von Mallorca" kommt aus einem bestimmten Grund.mehr...

Polizei veröffentlicht Bild

Räuber überfielen Junggesellenabschied in Nordstadt

DORTMUND Ein Junggesellenabschied von sieben Männern aus Werne und Gießen ist Anfang Oktober in der Nordstadt böse geendet. Zwei Männer traten die Tür ihrer Unterkunft an der Stahlwerkstraße ein, bedrohten die Gruppe mit einer Schusswaffe und raubten sie aus. Jetzt hat die Polizei ein Bild der beiden Verdächtigen veröffentlicht.mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden