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Schüler forschen in Nordnorwegen wie Klima-Profis

NETTE Bei ihrer 11-tägigen Forschungsreise in Tromsø, Nordnorwegen, haben die Heinrich-Heine-Gymnasiasten der "Tonnen-AG" ihre am Meer genommenen Proben analysiert und eine Zuordnung der gefundenen Pflanzen vorgenommen. Einge der Ergebnisse überraschten die Nachwuchsforscher.

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Doktorandin Lena Seuthe lobte bei ihrem Vortrag den Wissensstand der Schüler.

Gruppenbild mit Südbuche Notofagus im nördlichsten botanischen Garten der Welt.

Erstaunliches erfuhren die Schüler bei einem Besuch des Norwegischen Polarinstituts und Führung durch dessen bei Bibliothek: Erforschungen der Arktis gibt es schon seit mehreren Jahrhunderten, die Ergebnisse sind allerdings spärlich aufgezeichnet worden. Sie sind aber heute bedeutend als Vergleichsdaten.

Danach durften die AG-Mitglieder bei -8° C Kältelaboratorien, in denen die Proben der Eisbohrungen untersucht und analysiert werden, besichtigen. Interessant war auch ein Vortrag über die Auswirkungen des Klimawandels auf das Meereis von Meereis-Glaziologe Dr. Sebastian Gerland.Pflanzenarten suchen und bestimmen 

Für eigene Untersuchungen begab sich die Gruppe von der Seilbahnstation Fjellheisen zum Berggipfel. Die Schüler steckten vier Felder mit jeweils einem Quadratmeter Fläche ab um die Vegetation in allen Einzelheiten zu bestimmen. Besonderheiten im gesamten Gebiet waren drei Bärlapp-Arten und die ästige Mondraute, eine große botanische Besonderheit, die in Deutschland nahezu ausgestorben ist. Nachdem diese Arbeit abgeschlossen war, hielt Lehrer Dr. Nitsch einen Vortrag über die Evolution der Landpflanzen und am Abend wurde gegrillt.

Der Besuch der Universität Tromsø fing schon spannend an: Der Fahrstuhl blieb mit beiden Lehrern und 11 Schülern stecken. Nach kurzer Zeit folgte aber die Rettung. Die Tonnen-AG traf dann die deutsche Doktorandin Lena Seuthe, die sie im Gebäude herumführte und etwas über die Geschichte der Universität erzählte.Doktorandin lobt Wissensstand

Sie sprach mit den Schülern über deren Langzeitexperimente und lobte ihren außergewöhnlichen Wissensstand. Lena Seuthe hielt danach einen Vortrag über die Arktis, das CO2-Klimaproblem und ihre Untersuchungen in der zentralen Barentsee.

Einen zweiten Vortrag hielt der deutsche Doktorand Frank Beuchel zu Lebensgemeinschaften am Meeresboden und ihre Langzeitbeobachtung mit besonderer Beachtung des Klimaproblems.

Um bei ihren eigenen Untersuchungen weiterzukommen besuchte die Gruppe den Botanischen Garten Tromsøs. Der Auftrag: Suche nach genau den unbekannten Pflanzen, die die Schüler in ihren Vegetationsaufnahmen gefunden haben.

Die bisherigen Eindrücke zeigten, "wie einmalig diese Fahrt doch ist", lobte die AG.

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