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Helene-Lange-Gymnasium

Schüler führen "Cinderella" im Opernhaus auf

RENNINGHAUSEN Schüler des Helene-Lange-Gymnasiums führen im Juli die Oper "Cinderella" im Dortmunder Opernhaus auf. Jetzt probten sie das Stück erstmals in voller Länge. Neben Schauspieltraining und Stimmbildung haben sie allerdings noch zahlreiche weitere Aufgaben.

Schüler führen "Cinderella" im Opernhaus auf

Für die Helene-Lange-Schüler, die derzeit für das Opernprojekt »Cinderella« proben, wird es langsam ernst. Zum letzten Mal fanden die Proben am Samstag in der Aula des Gymnasiums statt. Jetzt geht es ins Dortmunder Opernhaus.

Die Cinderella-Proben des Helene-Lange-Gymnasiums zusammen mit der Oper laufen auf vollen Touren. Auch am Samstag fanden wieder Proben statt. Zum letzten Mal in der Aula, nächste Woche geht es ins Opernhaus.Der Wagen der Herolde fährt ein, in ihren Händen halten sie Cinderellas glitzernden Schuh. Die Herolde singen mit starrem Blick nach vorne. Ihre hellen Stimmen erfüllen die Aula. Die Herolde überreichen dem Prinzen den Schuh.

„Robert, stell dich ein wenig weiter nach rechts“, gibt Regisseurin Brigitta Gillessen dem Prinzen Anweisungen am Samstagvormittag bei den letzten Detailproben, bevor nachmittags ein kompletter Durchlauf des fast einstündigen Stückes stattfand. Nach gut acht Monaten Proben probte das Ensemble Cinderella zum ersten Mal in voller Länge.  Bei dem intensiven Einstudieren an einem festen Tag in der Woche lernen die Schüler unter der Anleitung von Profis vom Theater Dortmund die Feinheiten der Oper- und Schauspielkunst.  

 „Das Spiel junger Menschen ist oft noch sehr unverblümt. Die Jugendlichen lernen zum Beispiel, dass sie nach vorne singen müssen“, erklärt Musikpädagogin Heike Buderus. „Schüler werden oft durch Stücke überfordert“, findet Heike Buderus. Das sei häufig der Fall bei Werken, die nichts mit den Rollen-Biografien der Schauspieler zu tun hätten. Wichtig bei der Auswahl von Theaterstücken sei, dass sich die Jugendlichen auch immer ein Stück weit selbst spielen. Diese Cinderella-Oper vom Komponisten Peter Maxwell Davies sei speziell für junge Schauspieler und Stimmen konzipiert worden, so Buderus.

 Die Stimmbildung hat Andrea Rieche übernommen. Beim Gesangstraining gibt es ganz einfache Dinge zu beachten. Ein Warm-Singen ist genauso wichtig, wie ein Aufwärmen der Muskeln vor dem Sport. Dazu gehören auch Details wie ausreichendes Trinken während der Aufführung.Ausgetrocknete Schleimhäute können dazu führen, dass sich die Schauspieler räuspern müssen. Bei den Gesangsübungen sollten sie nicht immer die gleichen Töne üben, das kann zu Verletzungen der Stimmbänder führen, rät Rieche.  Neben dem Schauspieltraining und der Stimmbildung gehört aber noch einiges mehr dazu. Die Schüler fertigten die deutschen Übertitel an (gesungen wird auf Englisch), kümmerten sich um das Marketing oder das Catering während der Proben. „Das fördert die Identifikation mit dem Stück“, betont Heike Buderus.  

 Ab dem 25. Juni wird in der Oper geprobt, dann auch zum ersten Mal zusammen mit den Dortmunder Philharmonikern. Am 3. und 4. Juli stehen die Aufführungen im Opernhaus mit bis zu 1200 Zuschauern an. Für die rund 70 beteiligten Schüler, Lehrer und Eltern eine ganz besondere Premiere und sicherlich ein Highlight 2012.  

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