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Schul-Entwicklung fördern

Die fünfte Auflage der Sonderveröffentlichung "Dortmunder Schulen" erscheint am morgigen Dienstag.

Schul-Entwicklung fördern

<p>Dr. Michael Kohler von der Initiative "dortmunderschule" hält viel von der morgen erscheinenden Beilage. Lübbers</p>

Auf 24 Seiten erhalten Schüler, Lehrer und Interessierte jede Menge Informationen über die weiterführenden Schulen der Stadt. Die Ruhr Nachrichten und die Initiative "dortmunderschule" der Dortmunder Wirtschaft machen sich mit dieser Beilage für mehr Transparenz in der Schullandschaft stark. RN-Mitarbeiterin Gesine Lübbers sprach mit Dr. Michael Kohler, Sprecher von dortmunderschule.

Herr Kohler, was will die Initiative dortmunderschule?

Kohler: Wir wollen die Schulen unterstützen. Es hat keinen Sinn, dass die Wirtschaft sich immer nur über die Ausbildung an den Schulen beklagt. Wir müssen uns engagieren, um gute Entwicklungen zu fördern. Vor kurzem ist mir ein Zitat begegnet, das John F. Kennedy zugeschrieben wird und besagt, dass es nur eine Sache auf der Welt gibt, die teurer ist als Bildung: Keine Bildung. Unsere Gesellschaft muss sich fragen lassen, ob sie willens ist und die Kraft hat, in die Zukunft, in Bildung, zu investieren.

Wie sieht das Engagement der Initiative aus?

Kohler: Für die Schulen hat sich viel verändert. Diejenigen, die am Modellprojekt Selbstständige Schulen teilnehmen, sind mit neuen Fragen konfrontiert. Die Initiative will die Schulen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleiten. So haben wir z.B. das Senior-Experts-Programm ins Leben gerufen. Dort beraten Experten aus der Wirtschaft die Schulen in Fragen von Management und Ähnlichem. Sie tun dies übrigens ehrenamtlich. Auch die Beilage "Dortmunder Schulen" ist ein wichtiger Mosaikstein, die Schullandschaft überschaubarer zu machen.

Tut die Wirtschaft genug für die Schulen und die Bildung?

Kohler: Meines Erachtens nicht. Viele Unternehmen sind noch immer zurückhaltend mit Ausbildungsplätzen. Doch die Wirtschaft hat nun mal den Auftrag auszubilden. Da müssten sich die Unternehmen weiter öffnen. Und auch das Engagement an den Schulen könnte noch größer sein. Wir dürfen die Schulen mit den Veränderungen nicht allein lassen.

Was ist mit der Politik?

Kohler: In NRW wurden zunächst einmal die Hausaufgaben gemacht. Stichworte sind hier Abitur nach zwölf Jahren, Zentralabitur, Vergleichsarbeiten. Das alles hat die Wirtschaft schon seit langem gefordert.

Und was tut die Stadt?

Kohler: In Dortmund ist vieles möglich. Wir arbeiten eng mit den kommunalen Stellen wie dem Regionalen Bildungsbüro oder der Bildungskommission zusammen. Trotzdem gibt es auch hier natürlich noch vieles zu verbessern. So gibt es z.B. keinen zentralen Anlaufpunkt in Sachen Schule für Schüler, Lehrer, Eltern, Wirtschaft. So etwas halten wir für dringend nötig.

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