Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Schule muss «Ruck» erfahren

Rektorin Jutta Bockelbrink will im Ruhestand Dortmund erkunden

Schüren Als sie zehn Jahre alt war, stand für Jutta Bockelbrink fest, dass sie Lehrerin werden würde: «Ich habe damals schon alle stramm stehen lassen.» lächelt sie rückblickend über sich selber. Ihren Kindheitswunsch hat sie sich erfüllt. «Man braucht eine Berufung als Lehrer» - und die hat sie in 39 Dienstjahren, davon fast 23 als Rektorin der Gerhart-Hauptmann-Grundschule in Schüren, immer gespürt. Sie sei stets getragen worden von vielen Menschen, die «ihre» Schule mit ihr gestaltet hätten, schwärmt die agile 61-Jährige und nennt hier besonders ihre Konrektorin Renate Fischer. Die Zusammenarbeit über zehn Jahre habe sie immer «als großes Glück» empfunden - nun gehen beide Ende dieses Schuljahres in den Ruhestand. Die gebürtige Schwäbin be-scheinigt sich selbst eine übergroße Portion Ord-nungssinn und Perfektionis-mus («Mein Sohn hat gelit-ten.»). Sie ist bekannt dafür, jederzeit jede gewünschte Information oder Unterlage mit einem Handgriff parat zu ha-ben. «Vielleicht sagt das eine oder andere Kind irgend-wann: Ich hatte da so eine Lehrerin, die hat immer kon-trolliert», sinniert sie. Klare Worte findet sie zur Entwick-lung von Schule und Gesell-schaft in fast vier Jahrzehn-ten. Beide hätten sich mitein-ander geändert. Zum einen durch die gewachsene Zahl berufstätiger Frauen wie sie selbst aus Überzeugung immer eine war, zum anderen durch die Chancen, aber auch Gefahren des technischen Fortschritts. Jutta Bockelbrink wünscht sich mehr männliche Lehrer im Grundschulbereich. Und: «Schule muss einen stärkeren Ruck erfahren, viel flexibler sein», sagt sie in Richtung Politik. Eine Zäsur wünscht sie sich nach ihrem Weggang. «Es muss alles anders gemacht werden, in die Zukunft gerichtet.» Sie wird mit ihrem Mann «ihre» Stadt Dortmund erkunden, Vorträge besuchen, vielleicht einem Chor beitreten und endlich erfahren, wie es sich anfühlt, einmal Zeit für sich selbst zu haben. bib

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Unfalldaten werden mit „ProDigi“ digital erhoben

Die Unfallaufnahme der Polizei wird digital

Dortmund Im Rahmen des landesweiten Projekts „ProDigi“ sichert die Polizei nach schweren Unfällen digitale Fahrzeugspuren. Dortmund ist als Pilotstandort dabei. Die Daten, die ein Auto speichert, sind zahlreich.mehr...

rnLegenden des Dortmunder Nachtlebens: Der Soundgarden

Früher Party-Mekka, heute Tummelplatz für kleine Kinder

DORTMUND Der Soundgarden war in den 90er-Jahren der Feier-Tempel im Gerichtsviertel. Wo früher wilde Partys stiegen, liegt heute ein ruhiges Neubaugebiet. Doch ganz verschwunden ist die legendäre Großraum-Disko nicht: Viele Anwohner haben ihre ganz persönliche Soundgarden-Geschichte.mehr...

Aktuelle Zahlen zum Tourismus in Dortmund

Wieder kamen mehr Gäste in Dortmunder Hotels

Dortmund Die positive Entwicklung bei der Zahl der Hotel-Übernachtungen in Dortmund hält auch im Jahr 2018 an. Dabei waren die Voraussetzungen für weiteres Wachstum in den ersten drei Monaten dieses Jahres keinesfalls die besten.mehr...

Lokal „Zum Hufeisen“ an der Rennbahn wiedereröffnet

Eine Hommage an die gute alte Zeit des Pferderennsports

Wambel Das Traditionslokal „Zum Hufeisen“ hat wieder täglich geöffnet. Die Wirte Andrew Carruthers und Matthias Hesse setzen dabei auf Bewährtes. Ein altes Möbelstück birgt ein Geheimnis in sich.mehr...

Baupläne für Gelände des Mordhauses von Sölde

Kita entsteht an einem Ort mit besonderer Vergangenheit

SÖLDE Die Stadt Dortmund muss noch grünes Licht geben, dann soll der Bau einer neuen Kita für Sölde umgehend starten. Bis Ende 2019 soll die Einrichtung, deren Träger die Caritas ist, den Betrieb aufnehmen. Der Ort, an dem sie gebaut wird, hat eine Vorgeschichte: Dort stand ein Mordhaus.mehr...

Nach BAMF-Skandal auch Überprüfung in Dortmund

Dortmunder Asylentscheidungen kommen auf den Prüfstand

Dortmund Nach dem Skandal um unrechtmäßige Asylbescheide in Bremen werden auch Entscheidungen der Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Dortmund stichprobenartig überprüft. Auch hier gibt es auf den ersten Blick auffällig hohe Anerkennungsquoten.mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden