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Sensor ersetzt Fahrticket

DORTMUND Es ist der Albtraum für Schwarzfahrer und Datenschützer gleichermaßen: Das Papierticket verschwindet, und elektronische Sensoren in Bus und Bahn registrieren jeden Fahrgast – samt Fahrschein.

Sensor ersetzt Fahrticket

Die Zukunft im Bus: Ein Sensor erfasst die Chipkarte des Fahrgastes.

Auf der Kongressmesse „Railtec“ vom 12. bis 14. November in den Dortmunder Westfalenhallen wird das Verfahren offiziell vorgestellt. "In Zukunft ist es möglich, deutschlandweit ein elektronisches Ticket zu nutzen“, verspricht Christoph Fondrier von der VDV-Kernapllikations GmbH. Die Gesellschaft wurde 2001 gegründet, um das E-Ticket auf den Weg zu bringen: "Es müssen schließlich Verträge zwischen den insgesamt 6000 Verkehrsbetrieben geschlossen werden.“

Tarifdschungel gehört bald der Vergangenheit an 

Ist es einmal so weit, könnte der Fahrbetrieb so aussehen: Der Kunde trägt eine Chipkarte bei sich, die er beim Betreten von Bus oder Bahn an einen Sensor hält. Dieser registriert die Daten und berechnet die Fahrt. "Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von einem Prepaid-Guthaben bis zur Einzugsermächtigung“, so Fondrier. Insgesamt werde das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln einfacher: "Es gibt keinen Tarifdschungel mehr, und niemand verliert Zeit am Automaten.“

Bezahlen mit Handy

Thomas Lützenkirchen von der Elgeba Gerätebau GmbH denkt noch weiter: "Die Chipkarte wird sich nicht lange halten. Man bezahlt dann mit dem Handy.“ Schon in wenigen Jahren seien alle Mobiltelefone standardmäßig mit einem Chipsensor ausgestattet. "Der Kunde wird beim Ein- und beim Ausstieg registriert und der fällige Preis berechnet“, erklärt Lützenkirchen. Es sei zu erwarten, dass Mobilfunkbetreiber und Verkehrsbetriebe zusammenarbeiten werden. Und da jeder Chip eine eigene Nummer hat, sei Missbrauch unmöglich: "Bei Verlust lässt der Kunde die Nummer sperren, und kein Sensor in ganz Deutschland würde das Ticket noch akzeptieren.“

Datenschützer skeptisch

Ähnliche Verfahren sind in den USA oder in Estland bereits die Regel. "In Deutschland bremsen uns die Datenschützer noch aus“, glaubt Lützenkirchen. Und das ohne Grund, findet Fondrier: "Es wird ja nur die Nummer übermittelt.“ Der Kunde entscheide zudem, welche Daten er seinem Verkehrsbetrieb bei einem Vertragsabschluss – beispielsweise für eine Zeitfahrkarte – zur Verfügung stellt.

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