Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Serienräuber kam mit Fußfesseln ins Gericht

DORTMUND Das Leben in Freiheit war ein kurzes Vergnügen. Dann saß der Angeklagte (22) wieder im Gefängnis. Seit Montag wird ihm vor der 36. Strafkammer des Landgerichts der Prozess gemacht.

Serienräuber kam mit Fußfesseln ins Gericht

Dieses Bild einer Überwachungskamera entstand in einer der Tankstellen.

Nachdem er zuletzt schon wegen einer Überfallserie auf Kioske drei Jahre in Haft gesessen hat, soll der 22-jährige Mann aus Soest im Mai erneut eine Raub-Serie verübt haben. Sein Ziel diesmal: Tankstellen. Im Prozess droht ihm deshalb neben einer Verurteilung wegen schwerer räuberischer Erpressung auch die anschließende Sicherungsverwahrung. Das hieße: Der Mann könnte auf unbestimmte Zeit eingesperrt werden.

Innerhalb von nur zehn Tagen - der erste Raubzug war am 18., der letzte am 28. Mai - soll der Angeklagte an sechs Dortmunder Tankstellen für Angst und Schrecken gesorgt haben. Dabei war er stets mit einer Sturmhaube maskiert und einer Gaspistole bewaffnet.

Die Tatorte waren die Markant-Tankstelle an der Bornstraße, die Shell-Station an der Schützenstraße, eine Aral-Tankstelle in Kirchlinde und eine Shell-Station an der Rheinischen Straße. Dazu am 10. Mai noch eine Tankstelle in Soest. Teilweise war der Angeklagte zweimal vor Ort. Gesamtbeute: rund 5000 Euro plus Zigaretten. Nach einem Zeugen-Hinweis kam die Polizei dem 22-Jährigen auf die Schliche. Am 2. Juni wurde er festgenommen.

Gleich drei Wachtmeister hatten sich gestern um den jungen Serien-Räuber postiert, als er mit Fuß- und Handfesseln den Gerichtssaal betrat. Nach zwei Suizid-Versuchen in seiner Zelle und angeblichen Fluchtgedanken galten erhöhte Sicherheitsmaßnahmen.

Zum Prozessauftakt legte der 22-jährige Angeklagte gestern ein Geständnis ab. Als Motiv für die bewaffneten Überfälle nannte er in erster Linie Geldnot. Sein Kommentar: "Ich hatte Hunger, Durst und dachte mir: Da musst du halt Tankstellen überfallen." Der Prozess wird fortgesetzt.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wagen des Arbeiter-Samariter-Bund erfüllt Wünsche

Wünschewagen für todkranke Menschen

Dortmund Sie erfüllen todkranken Menschen den letzten Wunsch im Leben: Der Arbeiter-Samariter-Bund fährt mit zwei Wagen durchs Land und bringt Sterbende noch einmal ans Meer, ins Fußballstadion oder ins Konzert.mehr...

Warnstreik bei der IKK classic in Dortmund

Angestellte fordern 5,5 Prozent mehr Gehalt

Dortmund Die Gewerkschaft der Sozialversicherung rief am Dienstag zum Warnstreik auf. Betroffen war auch der Sitz der IKK classic in Dortmund. Sollte es bei den nächsten Verhandlungen nicht zu einer Einigung kommen, sind weitere Warnstreiks möglich.mehr...

Anklage wegen Betrugs und Urkundenfälschung

Dortmunder erschlich sich Kredite mit falschen Evonik-Verträgen

Dortmund/Bochum Mit gefälschten Verdienstabrechnungen des BVB-Hauptsponsors „Evonik“ sollen sich zwei Dortmunder bei einer Bank Kredite von mehr als 70.000 Euro erschwindelt haben. Seit Donnerstag steht das Duo in Bochum vor Gericht. Zum Auftakt gab es Geständnisse.mehr...

Wohnung in der Dortmunder Nordstadt verwüstet

Bewohnerin und Vermieter kesseln Einbrecher in Innenhof ein

Dortmund Ein 31-Jähriger ist am Mittwoch (18.4.) in eine Wohnung in der Dortmunder Nordstadt eingebrochen, hat dort die Küche verwüstet und wollte fliehen. Besonders weit kam er aber nicht.mehr...

E-Bike-Fahrer mit 68 km/h geblitzt

Mountainbike-Raser war ohne Helm und Zulassung unterwegs

Schwieringhausen Auf dem Fahrrad 68 km/h zu fahren könnte eine sportliche Höchstleistung sein. Im Falle eines 24-Jährigen stand jedoch ein Elektromotor dahinter. Der E-Bike-Fahrer wurde zunächst geblitzt, dann ging er der Polizei in die Fänge. Und die entdeckte Erstaunliches.mehr...

Dortmunder besuchten Partnerstadt Buffalo

Sierau will 40-jährige Verbindung mit US-Stadt ausbauen

Dortmund Eine von Oberbürgermeister Ullrich Sierau angeführte Delegation aus Dortmund hat die US-Partnerstadt Buffalo besucht. Die Städtepartnerschaft besteht seit 40 Jahren – und wurde jetzt bekräftigt. Sierau will den Kontakt ausbauen und hofft, über Buffalo den Elektroautobauer Tesla für Dortmund interessieren zu können.mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden